Nemastoma bimaculatum: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
Zur Navigation springenZur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
(Bilder eingefügt)
Zeile 15: Zeile 15:
|gefaehrdung_st=
|gefaehrdung_st=
|gefaehrdung_de=
|gefaehrdung_de=
|bild=Weibchen N. bimaculatum (L) und N. lugubre (R)1462.jpg
|bild=Nemastoma_bimaculatum_m.JPG
|bildtext=''N. bimaculatum'' (links) und ''N. lugubre''
|bildtext=Männchen
|verbreitung=<europakarte name='{{PAGENAME}}' width='400' />
|verbreitung=<europakarte name='{{PAGENAME}}' width='400' />
|nachweise_verbreitung=
|nachweise_verbreitung=
Zeile 54: Zeile 54:


==Bilder==
==Bilder==
<gallery perrow="2">
<gallery perrow="3">
Bild:Weibchen N. bimaculatum (L) und N. lugubre (R)1462.jpg|Weibchen von ''N. bimaculatum'' (li.) und ''N. lugubre'' (re.)
Bild:Weibchen N. bimaculatum (L) und N. lugubre (R)1462.jpg|Weibchen von ''N. bimaculatum'' (li.) und ''N. lugubre'' (re.)
Bild:Nemastoma_bimaculatum_+_lugubre.JPG|Männchen von ''N. bimaculatum'' (li.) und Weibchen von''N. lugubre'' (re.)
Bild:N.bimaculatum2mC.jpg
Bild:N.bimaculatum2mC.jpg
</gallery>
</gallery>

Version vom 25. Juni 2012, 19:34 Uhr

Nemastoma bimaculatum (Müller, 1776)
Fadenkanker
Nemastoma bimaculatum m.JPG
Männchen
Systematik
Ordnung: Opiliones (Weberknechte)
Familie: Nemastomatidae
Gattung: Nemastoma
Reifezeit (Wijnhoven 2009)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlandss===*
[NO] Norwegen LC
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Nemastoma lugubre-bimaculatum
  • Nemastoma lugubre-unicolor

Merkmale

Nemastoma bimaculatum ist ein kleiner, kurzbeiniger und schwarzer Weberknecht mit (meist) zwei hellen Flecken auf dem Rücken (Martens 1978).

Größe: Männchen werden 2,0 bis 2,2 mm, Weibchen 2,3 bis 2,5 mm groß (Martens 1978).

Laufbeine: Schwarz. Laufbein II. des Männchens: ca. 7,5 mm lang. Pseudogelenkformel: I 0, II 1, III 1, IV 2-3 (Martens 1978).

Aussehen: Tiefschwarz mit zwei weißen, silberfarbenen oder gelblichen Flecken kurz vor der Körpermitte, die in ihrer Form variieren und selten auch ganz fehlen können (Schwärzlinge). Die Flecken sind an der Außenseite stets eingeschnitten. Oberseite schwach granuliert; glatter als bei Nemastoma lugubre.

Tibia des Pedipalpus dorsal-basal mit stark granulierter Beule (Martens 1978).

Lebensraum

Nemastoma bimaculatum ist feuchtigkeitsliebend und lebt hauptsächlich in Wäldern an schattigen Stellen am Boden, in der Laubstreu, unter Totholz und Steinen. Bei gegebener hoher Luftfeuchtigkeit ist die Art auch in offenem Gelände und auf Wiesen zu finden.

Man findet die Art sowohl im Flachland, als auch im Gebirge bis in Höhen von ca. 1500 m (Martens 1978).

Nemastoma bimaculatum lebt lokal gemeinsam mit Nemastoma lugubre.

Lebensweise

Nemastoma bimaculatum wird bis zu drei Jahre alt. Eiablage Ende August bis Anfang Dezember (Martens 1978).

Reifezeit

Reife Tiere sind das ganze Jahr über zu finden. Periode höchster Aktivität: Mai bis August. (Martens 1978)

Verbreitung

In West- und Nordeuropa. In Mitteleuropa westlich etwa bis zum Rhein (Bellmann 2006).

Ähnliche Arten

Nemastoma bimaculatum kann leicht mit Nemastoma lugubre verwechselt werden. Insgesamt ist Nemastoma bimaculatum etwas schwächer gewölbt und granuliert als Nemastoma lugubre. Die Männchen der beiden Arten lassen sich durch die Form der Cheliceren-Apophyse unterscheiden: Bei Nemastoma bimaculatum ist die Innenseite der Apophyse zu einem kleinen Zahn ausgezogen, der Nemastoma lugubre fehlt → siehe Bild. Der Zahn ist auch im Gelände bereits mit einer Lupe zu erkennen.

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Bellmann H (2006): Kosmos Atlas Spinnentiere Europas. Kosmos. 3. Auflage. ISBN 3-440-10746-9, 304 S.
  • Martens J (1978): Die Tierwelt Deutschlands 64. Teil, Weberknechte, Opiliones. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 464 S.
  • Wijnhoven H (2009): De Nederlandse hooiwagens (Opiliones). Supplement Bij Nederlandse Faunistische Mededelingen, 118 S., ISSN 1875-760X.

Quellen der Nachweise