Scotophaeus nanus: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Pedipalpus''' mit leicht schräger Medianapophyse, basaler Embolusabschnitt nicht zur Mitte gebogen, eher gerade verlaufend | '''Pedipalpus''' mit leicht schräger Medianapophyse, basaler Embolusabschnitt nicht zur Mitte gebogen, eher gerade verlaufend<ref name='Wunderlich'/>. | ||
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Version vom 19. August 2015, 04:32 Uhr
| Scotophaeus nanus Wunderlich, 1995 |
|---|
| Weibchen |
| Systematik |
| Ordnung: Araneae (Webspinnen) |
| Familie: Gnaphosidae (Plattbauchspinnen) |
| Gattung: Scotophaeus (Mausspinnen) |
| Verbreitung in Europa[Quellen] |
etabliert, nicht etabliert, nicht betrachtet
|
| Weitere Informationen |
| LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:027881 |
| Gefährdung nach Roter Liste |
| Rote Liste-Daten liegen uns für dieses Taxon nicht vor. |
Merkmale
Körperlänge: Weibchen erreichen 5,8 bis 7,5 mm, Männchen bis zu 7,0 mm (Wunderlich 1994).
Prosoma mittelbraun und 1,3 bis 1,4 mal länger als breit. Frontaler Bereich deutlich verschmälert und wenig behaart. Vordere Mittelaugen deutlich größer als die restlichen Augen. Die hinteren Mittelaugen sind voneinander durch einen Augendurchmesser getrennt. Hintere Augenreihe leicht recurv. Vorderer Chelizerenfurchenrand mit drei Zähnen besetzt, hinterer nur mit einem kleinen Zahn. Beine mittelbraun. (Wunderlich 1994)
Weibchen
Epigyne: Grube kurz, Einführgänge frontal-lateral liegend (Wunderlich 1994).
Männchen
Pedipalpus mit leicht schräger Medianapophyse, basaler Embolusabschnitt nicht zur Mitte gebogen, eher gerade verlaufend (Wunderlich 1994).
Ähnliche Arten
Ähnelt innerhalb der Gattung besonders Scotophaeus quadripunctatus, besonders die Weibchen bleiben aber nach bisherigem Kenntnisstand deutlich kleiner. Die Männchen unterscheiden sich u.a. durch den basalen Embolusabschnitt, die Weibchen u.a. durch die Einführgänge der Epigyne, die eher an lateraler Position der insgesamt kleineren Grube sitzen.
Lebensraum
Bisher unter der Rinde von Bäumen (Wunderlich 1994) und mithilfe von Bodenfallen (Barberfallen) in Weinbergen nachgewiesen (Hänggi A et al. 2014).
Verbreitung
Die Art wurde bisher nur in Österreich (bei Purgstall, Niederösterreich sowie bei Wien, untere Lobau) (Wunderlich 1994) und an zwei Stellen in der Schweiz (Lamone und Rovio, Kanton Tessin) nachgewiesen (Hänggi A et al. 2014).
Bilder
- Weibchen
- Männchen
Quellen
- Hänggi A, Stäubli A, Heer X, Trivellone V, Pollini Paltrinieri L & Moretti M (2014): Eleven new spider species (Arachnida: Araneae) for Switzerland discovered in vineyards in Ticino - What are possible reasons?. Mitt. schweiz. Ent. Ges. 87, S. 215–228.
- Wunderlich J (1994): Beschreibung einer bisher unbekannten Art der Gattung Scotophaeus Simon aus Österreich (Arachnida: Araneae: Gnaphosidae). Beitr. Araneol. 4, S. 743–747.
Quellen der Nachweise
- Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2020): Spinnen Europas. Online https://www.araneae.nmbe.ch (automatisch synchronisiert), doi:10.24436/1.