Diplocephalus connatus: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 12. Mai 2015, 08:11 Uhr

Diplocephalus connatus Bertkau, 1889
Uferdoppelköpfchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Diplocephalus (Doppelköpfchen)
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:010049
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten CR
[D] Deutschlandes(<)?=1
[D] Nordrhein-Westfalens===*
[GB] Großbritannien VU
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Diplocephalus connatus jacksoni

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen bis zu 2,0 mm, Männchen bis zu 1,7 mm (Wiehle 1960).

Prosoma oval, größte Breite: Länge = 9:11, im Niveau der HMA auf 2/3 der größten Breite verschmälert; dunkel braunrot, fast schwarz, Mittelfleck undeutlich. Radiärstreifen angedeutet, schwarzer Rand des Thorax schmal, stellenweise ausfallend (weniger ausgeprägt als beim Männchen). Tegument fein chagriniert. Augenstellung: Untere Tangente an die VA-Reihe eine Gerade. Sternum herzförmig, etwas länger als breit, zwischen den Ⅳ. Coxen gerade abgeschnitten, schma­ er als die Ⅳ. Coxen breit, braun, wenig schwarz über­tönt, mit schmalem schwarzen Rand, Coxen hell, distal schwarz gerandet. Unterlippe wie das Sternum Gnathocoxen wie die Coxen, aber schwach schwarz übertönt. Chelizeren: Kräftig, wie das Prosoma gefärbt. Vorderer Klauenfurchenrand mit fünf Zähnen, 2 am kräftigsten, 5 so klein wie der Anschlagzahn; hinterer Band mit vier spitzen Zähnchen auf einer gebogenen Leiste. Stridulationsrillen von mittlerer gegen­ seitiger Entfernung. Beine: 4123. Länge Femur Ⅰ: Coxen = 5:6, gelbrot durchscheinend, bei älteren Exemplaren von den Knien an mehr oder weniger tief verdunkelt. Tibia Ⅰ und Ⅱ mit zwei dorsalen Borsten, Ⅲ und Ⅳ mit einer, etwas dicke­ren. Stellung des Becherhaares auf Metatarsus Ⅰ—Ⅲ 0,43—0,47; Länge der Tarsus Ⅰ—Ⅲ 0,74—0,81 Metatarsus, Ⅳ 0,06–0,71. Hauptkrallen Ⅰ und Ⅱ mit fünf Zähnchen, das distale nicht ganz halb so lang wie der Endabschnitt, bei Ⅲ und Ⅳ der Endabschnitt relativ länger. (Wiehle 1960) Wiehleformel: 2-2-1-1 (Stäubli 2013). Opisthosoma oval, fast so lang wie hoch, fast schwarz, bei frisch gehäuteten Exemplaren mehr grau. Unterseite wenig heller als die Oberseite, Epigaster weißlich, Spinnwarzen hellgrau, die unteren Spinnwarzen am stärksten entwickelt. (Wiehle 1960)

Weibchen

Pedipalpus: Endglied von 1 1/2 Tibia-Länge, regelmäßig nach dem Ende zu verjüngt. Seitendecken der Epigyne bräunlich. (Wiehle 1960)

Männchen

Prosoma: Scheitel- und Stirn­ kegel dicht mit Härchen besetzt. Schei­telkegel mit seinem verschmälerten Ende auf den Stirnkegel ge­neigt. Augenstellung: HMA an der Basis des Scheitelkegels, die VMA entsprechend. Clypeus schräg nach hinten gerichtet. Augenstellung Fig. 920: VA-Reihe deutlich <z, VMA um ihren Durchmesser getrennt, von den VSA um reichlich 2 d. Chelizeren wie beim Weibchen bezahnt, die drei distalen Stridulationsrillen sehr stark entwickelt, so dass die Seitenkante an dieser Stelle einen Wulst zeigt. Pedipalpus: Apophysen der Tibia am besten von der Innenseite des Pedipalpuss zu sehen. Hauptapophyse sichelförmig, stark chitinisiert. Nebenapophyse dünnhäutig, zu langer, schmaler Spitze ausgezogen, auf dem oberen Vorderrand der Tibia nahe der Nebenapophyse drei Haarwarzen. Am Bulbus auffallend der Hakenstab des Endapparates, ebenso charakteristisch die Stützlamelle; der eigent­liche Embolus schwer zu erkennen, er liegt unter dem Hakenstab und ist etwa kegelförmig. (Wiehle 1960)

Lebensraum

An Flussufern (Wiehle 1960).

Verbreitung

Diplocephalus connatus ist paläarktisch verbreitet. (World Spider Catalog 2020)

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Weblinks

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise