Heteropoda venatoria: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 29. April 2015, 13:58 Uhr
| Heteropoda venatoria (Linnaeus, 1767) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Warmhaus-Riesenkrabbenspinne | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Weibchen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Systematik | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ordnung: Araneae (Webspinnen) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Familie: Sparassidae (Riesenkrabbenspinnen) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gattung: Heteropoda (Echte Riesenkrabbenspinnen) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verbreitung in Europa[Quellen] | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
etabliert, nicht etabliert, nicht betrachtet
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| Weitere Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:028988 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gefährdung nach Roter Liste | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Merkmale
Körperlänge: Weibchen erreichen 17 bis 34 mm, Männchen 21 mm (Nentwig et al. 2012).
Sehr große, kräftige Spinne mit langen Beinen. Grundfarbe braun, mit sehr variabler Zeichnung. So ist auf dem Opisthosoma oftmals eine Reihe von dunklen Winkelflecken vorhanden, welche aber auch fehlen kann. Beine: Beinpaar Ⅱ deutlich länger als andere Beinpaare. Alle Beine dorsal mit dunklen proximalen Flecken, an den Coxen leicht nach vorn eingedreht.
Lebensraum
In Mitteleuropa langfristig nur in Warmhäusern überlebensfähig, tritt aber mitunter in Lagerhäusern auf (Nentwig et al. 2012).
Verbreitung
Ursprünglich Südostasien, heute durch Verschleppung Kosmopolit (Nentwig et al. 2012).
Lebensweise
Beutefang
Heteropoda venatoria ist sehr schnell und wendig. Tagsüber versteckt sie sich in Ritzen und Spalten und wird erst bei Dunkelheit aktiv. In den Tropen dringt sie regelmäßig in Häuser ein und erbeutet häufig Küchenschaben und andere Schädlinge (Nentwig et al. 2012).
Trotz der allgemeinen Annahme, dass Vertreter der Sparassidae zu den Laufjägern gehören, also die Umgebung aktiv nach Beute absuchen, gibt Jäger (2000) an, dass Heteropoda venatoria mehrmals über lange Zeit auf einem bestimmten Ansitz beobachtet wurde. Eventuell lauerte sie dort auf Beute. In China konnten Vertreter der Unterfamilie, zu der Heteropoda venatoria gehört, konkret dabei beobachtet werden. (Jäger 2000)
Fortpflanzung
Das Weibchen baut unter Laborbedingungen im Anschluss an die Paarung nach ungefähr 12–14 Tagen einen flachen, linsenförmigen Eikokon von ca. 20–30 mm Größe (Nentwig et al. 2012), den sie bis zum Schlupf in den Pedipalpen mit sich herumträgt. Während dieser Zeit frisst das Weibchen in der Regel nicht. Die Anzahl der im Kokon enthaltenen Eier ist sehr variabel, es können aber über 400 sein. (Ross J. et al. 1982)
Bilder
- Weibchen und Jungtiere
- Männchen
Weblinks
Nachweis- und Verbreitungskarten
- Arachnologische Gesellschaft (2020): Atlas der Spinnentiere Europas.
- Tutelaers P (2026): Benelux spider distribution maps.
Weitere Links
Quellen
- Jäger P. (2000): Selten nachgewiesene Spinnenarten aus Deutschland (Arachnidae: Aranaeae). Arachnologische Mitteilungen 19, 49-57.
- Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2012): Spinnen Europas. Version 01.2012. Online https://www.araneae.nmbe.ch, doi:10.24436/1.
- Ross J., D.B. Richmann, F. Mansour, A. Trambarulo & W.H. Whitcomb (1982): Life Cycle of Heteropoda venatoria (LINNEAUS) (Araneae: Heteropodidae). Psyche 82, 297-306.
Quellen der Nachweise
- Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2020): Spinnen Europas. Online https://www.araneae.nmbe.ch (automatisch synchronisiert), doi:10.24436/1.