Anguliphantes tripartitus: Unterschied zwischen den Versionen

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==Merkmale==
==Merkmale==
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'''Körperlänge:''' Weibchen und Männchen werden 1,6 bis 1,8 mm lang<ref name='unibern 6.2015'>{{Lit Nentwig et al Spinnen Europas|06.2015 }}</ref>


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Grundfarbe beider Geschlechter gelblich braun. '''Opisthosoma''' blass gräulich. Die Augen sind auffällig schwarz gerandet.
'''Prosoma''' einfarbig gelb-bräunlich bis grau-weisslich<ref name='unibern 6.2015'/>, Längenklasse 0,6–0,8 mm, Längenklasse 0,8–1,0 mm, unauffällig, Fovea deutlich als Einkerbung erkennbar, '''Augen''' hintere Augenreihe gerade, Vordere Mittelaugen deutlich kleiner als Seitenaugen, '''Chelizeren''' Zähne auf dem vorderen Falzrand nicht auffallend groß, ohne auffällige Strukturen auf dem Chelizerengrundglied, Gnathocoxen unauffällig, '''Sternum''' glatt, nach hinten verlängert, Breite des Sternums zwischen Coxen {{IV}} gleich ihrem Durchmesser, '''Beine''' Länge des Femurs {{I}} größer als die des Prosomas, Femur {{I}} ohne dorsale Borsten, eine prolaterale Borste auf Femur {{I}}, eine prolateral Borsten auf Tibia {{I}}, Lage des TM{{I}} in Klassen: 0,10–0,19 mm, Metatarsus {{IV}} dorsal ohne Trichobothrium, Metatarsus {{I}} mit einer dorsalen Borsten, Tibia {{IV}} mit 2 dorsalen Borsten, Anzahl dorsaler Borsten auf Tibia {{I}}–{{IV}} ([[Wiehleformel]]): 2-2-2-2, Tibia {{I}}–{{II}} ventral ohne Stacheln<ref name='LinKey Stäubli 2013'>{{Lit Staeubli Linyphenschluessel Version Mai 2013}}</ref>, '''Opisthosoma''' einfarbig gelb-bräunlich bis grau-weisslich<ref name='unibern 6.2015'/>.
 
===Weibchen===
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===Männchen===
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==Lebensraum==
==Lebensraum==
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In der Bodenstreu montaner bis subalpiner Wälder, in Blockhalden und Mooren<ref name='unibern 6.2015'/>.


==Reifezeit==
==Reifezeit==
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==Verbreitung==
==Verbreitung==
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In Deutschland nur wenige Nachweise in den Mittelgebirgen (Harz, Röhn, Thüringer Wald und Erzgebirge). Ein vereinzelter Fundpunkt im Rheintal.<ref>{{AragesNachweise}}</ref>
In Deutschland nur wenige Nachweise in den Mittelgebirgen (Harz, Röhn, Thüringer Wald und Erzgebirge). Ein vereinzelter Fundpunkt im Rheintal.<ref>{{AragesNachweise}}</ref>

Version vom 4. Juni 2015, 06:02 Uhr

Anguliphantes tripartitus (Miller & Svaton, 1978)
Mittelgebirgs-Zwergweberchen
Anguliphantes-tripartitus Lehesten-5534 11-04 01.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Baldachinspinnen)
Gattung: Anguliphantes (Zwergweberchen)
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:009397
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien ES
[D] Deutschlandss(<)?=G
[D] Bayern R
[D] Bayern OG R
[D] Sachsen 4
[D] Sachsen-Anhalt 0
[D] Thüringen 0
[SK] Slowakei LC
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Lepthyphantes tripartitus

Merkmale

Körperlänge: Weibchen und Männchen werden 1,6 bis 1,8 mm lang (Nentwig et al. 2015)

Wiehleformel: 2-2-2-2 (Stäubli A 2013)

Prosoma einfarbig gelb-bräunlich bis grau-weisslich (Nentwig et al. 2015), Längenklasse 0,6–0,8 mm, Längenklasse 0,8–1,0 mm, unauffällig, Fovea deutlich als Einkerbung erkennbar, Augen hintere Augenreihe gerade, Vordere Mittelaugen deutlich kleiner als Seitenaugen, Chelizeren Zähne auf dem vorderen Falzrand nicht auffallend groß, ohne auffällige Strukturen auf dem Chelizerengrundglied, Gnathocoxen unauffällig, Sternum glatt, nach hinten verlängert, Breite des Sternums zwischen Coxen Ⅳ gleich ihrem Durchmesser, Beine Länge des Femurs Ⅰ größer als die des Prosomas, Femur Ⅰ ohne dorsale Borsten, eine prolaterale Borste auf Femur Ⅰ, eine prolateral Borsten auf Tibia Ⅰ, Lage des TMⅠ in Klassen: 0,10–0,19 mm, Metatarsus Ⅳ dorsal ohne Trichobothrium, Metatarsus Ⅰ mit einer dorsalen Borsten, Tibia Ⅳ mit 2 dorsalen Borsten, Anzahl dorsaler Borsten auf Tibia Ⅰ–Ⅳ (Wiehleformel): 2-2-2-2, Tibia Ⅰ–Ⅱ ventral ohne Stacheln (Stäubli A 2013), Opisthosoma einfarbig gelb-bräunlich bis grau-weisslich (Nentwig et al. 2015).

Weibchen

Pedipalpen Kralle nicht/undeutlich vorhanden, Epigyne mit Seitenplatten, vorgewölbt, keine durchscheinende Vulvenstrukturen (Stäubli A 2013).

Männchen

Augen Abstand der HMA kleiner als ihr Durchmesser, Pedipalpen Femur unauffällig, Patella mit auffälligen Borsten (einzeln oder in Büscheln), Tibia unauffällig, Cymbium Rand unregelmäßig, mit Einbuchtungen/Ausbuchtungen, Paracymbium komplex, Längs- und Querast des Paracymbiums mit Zähnen, Embolus unauffällig, mit Lamella characteristica (Stäubli A 2013).

Lebensraum

In der Bodenstreu montaner bis subalpiner Wälder, in Blockhalden und Mooren (Nentwig et al. 2015).

Reifezeit

Ein reifes Weibchen wurde Mitte April gefunden. (Grabolle 2011)

Verbreitung

Zentraleuropa (World Spider Catalog 2015).

In Deutschland nur wenige Nachweise in den Mittelgebirgen (Harz, Röhn, Thüringer Wald und Erzgebirge). Ein vereinzelter Fundpunkt im Rheintal. (Arachnologische Gesellschaft 2020)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weblinks

Quellen

Quellen der Nachweise