Erigone atra: Unterschied zwischen den Versionen

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(Lebensraum: Satzbau vereinfacht)
(Bilder: Zeichnungen v. Harald)
 
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Kmp-5996 a-0004 45X.jpg|Epigyne, dorsale Ansicht
Kmp-5996 a-0004 45X.jpg|Epigyne, dorsale Ansicht
Erigone_dentipalpis_og_E_atra_epigyn_HLovbrekke.jpg|Epigynen von ''Erigone dentipalpis'' (oben) und ''E. atra''
Erigone_dentipalpis_og_E_atra_epigyn_HLovbrekke.jpg|Epigynen von ''Erigone dentipalpis'' (oben) und ''E. atra''
Erigone_atra_E_dentosa_vulva_dor_3_HLovbrekke.jpg|Epigyne im Vergleich zu ''Erigone dentosa'' (oben)
Erigone-atra_Ettersberg_09-05_03-Epig-Vulva.jpg|Epigyne dorsal und ventral
Erigone-atra_Ettersberg_09-05_03-Epig-Vulva.jpg|Epigyne dorsal und ventral
Erigone_atra_vulva_dorsalt_650_HLovbrekke.jpg|Vulva, dorsal
Erigone_atra_vulva_dorsalt_650_HLovbrekke.jpg|Vulva, dorsal

Aktuelle Version vom 23. Februar 2025, 17:19 Uhr

Erigone atra Blackwall, 1833
Gewöhnliche Glückspinne
Erigone atra M 7-3632.jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Erigone (Glückspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:010400
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten LC
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh===*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württembergsh *
[D] Mecklenburg-Vorp.sh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh>=*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Erigone cavifrons

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 1,8–2,8 mm, Männchen 1,9–2,5 mm (Roberts 1993).

Prosoma: Längenklasse 0,8–1,0 mm, Fovea deutlich als Einkerbung erkennbar. Augen: hintere Augenreihe gerade, VMA deutlich kleiner als Seitenaugen. Chelizeren: Gnathocoxen unauffällig. Sternum glatt, nach hinten verlängert. Beine: Länge des Femurs Ⅰ kleiner als die des Prosomas, Femur Ⅰ ohne dorsale Borsten, ohne prolaterale Borsten auf Femur Ⅰ, ohne prolaterale Borsten auf Tibia Ⅰ, Lage des Tm Ⅰ in Klassen: 0,40–0,49 mm, Metatarsus Ⅳ dorsal ohne Trichobothrium, Metatarsus Ⅰ ohne dorsale Borsten, Tibia Ⅳ mit einer dorsalen Borste. Anzahl dorsaler Borsten auf Tibia Ⅰ–Ⅳ: (Wiehleformel): 2-2-2-1. Tibia Ⅰ–Ⅱ ventral ohne Stacheln. Opisthosoma: einfarbig, unauffällig. (Stäubli A 2013)

Weibchen

Prosoma unauffällig. Chelizeren: Zähne auf dem vorderen Falzrand nicht auffallend groß, ohne auffällige Strukturen auf dem Chelizerengrundglied. Pedipalpen: Kralle nicht/undeutlich vorhanden. Epigyne mit Mittelplatte/Mittelsteg, vorgewölbt, Vulvenstrukturen (z. Bsp. Rezeptacula) deutlich durchscheinend. (Stäubli A 2013)

Männchen

Prosoma: Längenklasse 1,0–1,2 mm, mit randlichen Zähnchen, Kopfregion mit Erhöhung, Chelizeren auffallend große Zähne auf dem vorderen Falzrand, auffällige Apophysen/Zahnwarzen/Haarhöcker auf dem Chelizerengrundglied. Pedipalpen: Femur auffällig, Patella mit Apophysen, Tibia mit mehreren einfachen Apophysen, Cymbium einfach, Paracymbium einfach, Längs- und Querast des Paracymbiums ohne Zähne, Embolus unauffällig, ohne Lamella characteristica. (Stäubli A 2013)

Ähnliche Arten

Genital

Erigona dentipalpis epigyn sett fra siden HLovbrekke.jpg Der äußere Teil der Epigyne steht bei Erigone dentipalpis in einem fast 90° Winkel ab. Dies ist bei Erigone atra nicht so. Deshalb können die beiden Arten anhand der lateralen Epigynenansicht voneinander getrennt werden.

Der Männliche Pedipalpus ähnelt dem von Erigone arctica maritima insbesondere durch die ähnliche löffelartige Struktur.

Lebensraum

Uferlebensräume, Grünland und in Gärten und auf Salzwiesen der Nordsee. (Reinke & Irmler 1994) (Hänggi A et al. 1995) (Irmler & Heydemann 1986).

Ökologischer Typ: Eurytope Freiflächenart (lebt in allen unbewaldeten Lebensräumen unabhängig von der Feuchtigkeit) (Platen & von Broen 2005). Auf

Biotoppräferenz: Grünland und Feld-Art (Mühlenberg M & Werres 1983).

Lebensweise

Erigone atra verbreitet sich auch in adultem Stadium per Ballooning (Güth M 2000).

Erigone atra baut ein Fanggewebe in der Vegetation nahe dem Boden, fängt aber auch Beute außerhalb des Netzes. Auf Grünland erhöht sich die Individuenzahl bei Bodenbearbeitung (z.B. Pflügen). (Narimanov et al. 2020)

Verbreitung

Erigone atra ist holarktisch verbreitet (Bosmans et al. 2010).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise