Erigone dentipalpis: Unterschied zwischen den Versionen

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==Merkmale==
==Merkmale==
'''Körperlänge''': Weibchen erreichen 1,8 bis 2,5 mm, Männchen 1,9 bis 2,5 mm <ref name="Roberts">{{Roberts sogb vol2}}</ref>.
'''Körperlänge''': Weibchen erreichen 1,8&ndash;2,6 mm, Männchen 1,9&ndash;2,5 mm<ref name="Roberts">{{Roberts sogb vol2}}</ref>.


'''Beine''': [[Wiehleformel]] 2-2-2-1<ref name="linkey">{{Lit Staeubli Linyphenschluessel Version Mai 2013}}</ref>
'''Beine''': [[Wiehleformel]] 2-2-2-1<ref name="linkey">{{Lit Staeubli Linyphenschluessel Version Mai 2013}}</ref>
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Erigone-dentipalpis.jpg|Epigyne
Erigone-dentipalpis.jpg|Epigyne
Erigone_dentipalpis_epigyn_HLovbrekke.jpg|Epigyne
Erigone_dentipalpis_epigyn_HLovbrekke.jpg|Epigyne
Erigone_dentipalpis_og_E_atra_epigyn_HLovbrekke.jpg|Epigynen von ''Erigone dentipalpis'' (oben) und ''E. atra''
Kmp-5994-0004 45X.jpg|Epigyne dorsal
Kmp-5994-0004 45X.jpg|Epigyne dorsal
Erigone-dentipalpis_Ettersberg_09-03_03-Epig.jpg|Epigyne ventral, dorsal
Erigone-dentipalpis_Ettersberg_09-03_03-Epig.jpg|Epigyne ventral, dorsal
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Erigone_dentipalpis_palp_innside_600_HLovbrekke.jpg|Embolus
Erigone_dentipalpis_palp_innside_600_HLovbrekke.jpg|Embolus
Erigone_dentipalpis_tibialapofyse_von innen_oben_650_HLovbrekke.jpg|Tibialapophyse
Erigone_dentipalpis_tibialapofyse_von innen_oben_650_HLovbrekke.jpg|Tibialapophyse
Erigone_dentpalpis_Palpentibia_retrolateral_HLovbrekke.jpg|Palpentibia, retrolateral
E_dentipalpis_vs_E_promiscua_palp_Erigonenøkler_HLovbrekke.jpg|''E. dentipalpis'' vs. ''E. promiscua'', Vergleich der Pedipalpen.
E_dentipalpis_vs_E_promiscua_palp_Erigonenøkler_HLovbrekke.jpg|''E. dentipalpis'' vs. ''E. promiscua'', Vergleich der Pedipalpen.
Erigone_dentipalpis_E_promiscua_palp_prolateral_HLovbrekke.jpg|Vergleich des Pedipalpus (prolateral) zu ''E. promiscua'' (unten)
Erigone_promiscua_vs_E_dentipalpis_tibialapofyse_500_HLovbrekke.jpg|''E. dentipalpis'' vs. ''E. promiscua'', Vergleich der Tibialapophysen.
Erigone_promiscua_vs_E_dentipalpis_tibialapofyse_500_HLovbrekke.jpg|''E. dentipalpis'' vs. ''E. promiscua'', Vergleich der Tibialapophysen.
Erigone_dentipalpis_vs_Erigone_atra_Palpentibia_HLovbrekke.jpg|Vergleich der Palpentibia zu ''E. atra'' (unten)
Erigone_promiscua_E_dentipalpis_palpentibia_retrolateral_HLovbrekke.jpg|Vergleich der Palpentibia (retrolateral) zu ''E. promiscua'' (oben)
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Aktuelle Version vom 25. August 2025, 07:03 Uhr

Erigone dentipalpis (Wider, 1834)
Gezähnte Glückspinne
Edentipalpis Bauer det.jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Erigone (Glückspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:010424
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten LC
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh===*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württembergsh *
[D] Mecklenburg-Vorp.h== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh>=*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 1,8–2,6 mm, Männchen 1,9–2,5 mm (Roberts 1993).

Beine: Wiehleformel 2-2-2-1 (Stäubli A 2013)

Prosoma sehr dunkel braun, im Leben schwarz erscheinend. Opisthosoma einheitlich schwarzgrau. Beine gelblich.

Männchen mit gattungstypischer (jedoch auch bei Prinerigone vorhandener) Bedornung des Prosomarandes, der Prosomadorsalfläche, der Ventralseiten der Pedipalpenglieder, der Chelizerengrundglieder und der Ventralseite der Vorderbeine (siehe Fotos). Pedipalpus mit abgerundeter, doppelt gelappter Tibialapophyse.

Beschreibung des Linyphiiden-Schlüssels der Uni Bern

Prosoma: Längenklasse 0,8–1,0 mm, Längenklasse 1,0–1,2 mm. Fovea deutlich als Einkerbung erkennbar. Augen: HAR gerade, VMA ungefähr gleich groß wie Seitenaugen. Sternum glatt, nach hinten verlängert. Beine: Länge des Femurs Ⅰ kleiner als die des Prosomas, Femur Ⅰ ohne dorsale Borsten, ohne prolaterale Borsten auf Femur Ⅰ, ohne prolaterale Borsten auf Tibia Ⅰ. Lage des Tm Ⅰ in Klassen: 0,40–0,49 mm. Metatarsus Ⅳ dorsal ohne Trichobothrium, Metatarsus Ⅰ ohne dorsale Borsten, Tibia Ⅳ mit einer dorsalen Borste. Anzahl dorsaler Borsten auf Tibia Ⅰ–Ⅳ (Wiehleformel): 2-2-2-1. Tibia Ⅰ–Ⅱ ventral ohne Stacheln. Opisthosoma einfarbig, unauffällig. (Stäubli A 2013)

Weibchen

Prosoma unauffällig. Chelizeren: Zähne auf dem vorderen Falzrand nicht auffallend groß, ohne auffällige Strukturen auf dem Chelizerengrundglied, Gnathocoxen unauffällig. Pedipalpen: Kralle nicht/undeutlich vorhanden. Epigyne mit Mittelplatte/Mittelsteg, vorgewölbt, keine durchscheinende Vulvenstrukturen. (Stäubli A 2013)

Männchen

Prosoma mit randlichen Zähnchen. Kopfregion mit Erhöhung. Chelizeren: Auffallend große Zähne auf dem vorderen Falzrand, auffällige Apophysen/Zahnwarzen/Haarhöcker auf dem Chelizerengrundglied, Gnathocoxen mit Zahn/Zähnen/Haarwarzen. Pedipalpen: Femur auffällig, Patella mit Apophysen, Tibia mit mehreren einfachen Apophysen, Cymbium einfach, Paracymbium einfach, Längs- und Querast des Paracymbiums ohne Zähne, Embolus unauffällig, ohne Lamella characteristica. (Stäubli A 2013)

Ähnliche Arten

Erigona dentipalpis epigyn sett fra siden HLovbrekke.jpg Der äußere Teil der Epigyne steht in einem fast 90° Winkel ab. Dies ist bei Erigone atra nicht so. Deshalb können die beiden Arten anhand der lateralen Epigynenansicht voneinander getrennt werden. (H. Lovbrekke)

Die VMA (VMA) von E. dentipalpis sind etwas größer als die von E. atra – der Unterschied ist allerdings minimal und nur im direkten Vergleich erkennbar.

Lebensraum

Euryöke Art, die in vielen verschiedenen Lebensräumen zu finden ist. Ökologischer Typ: Eurytope Freiflächenart (lebt in allen unbewaldeten Lebensräumen unabhängig von der Feuchtigkeit) (Platen & von Broen 2005).

Euryöke Art, welche gegenüber Erigone atra trockene Lebensräume vorzieht. Am häufigsten im Acker und trockenem Grünland, auch sehr häufig in städtischen Grünanlagen und Nutzgärten. Seltener auf mittelfeuchten Weiden, Uferbiotopen und Salzwiesen, Heiden, Dünen und Halbtrockenrasen. Nur vereinzelt in Wald und Hochmoor, im Knick dagegen häufiger. (Reinke & Irmler 1994) Auf alpinen Mähwiesen und Trockenweiden (Rief & Ballini 2017).

Biotoppräferenz: Grünland und Feld-Art (Mühlenberg M & Werres 1983).

Halotolerant, auf Salzwiesen vorkommend (Finch 2008).

Lebenswiese

Erigone dentipalpis baut ein Fanggewebe in der Vegetation nahe dem Boden, fängt aber auch Beute außerhalb des Netzes (Narimanov et al. 2020).

Verbreitung

Erigone dentipalpis ist von Europa bis nach Russland und China verbreitet (World Spider Catalog 2021).

Erigone dentipalpis gehört zu den häufigsten Spinnen unserer Breiten. Sie ist weit verbreitet und überall häufig zu finden.

Eingeschleppt nach Kanada (Paquin et al., 2010) zitiert in (Komnenov 2013).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise