Nemastoma schuelleri: Unterschied zwischen den Versionen

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==Merkmale==
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'''Körperlänge''':  Weibchen erreichen 2,0 bis 2,2 mm, Männchen 1,8 bis 1,9 mm. ''{{PAGENAME}}'' ist ein kleiner, kurzbeiniger schwarzer Weberknecht mit meist zwei hellen Flecken auf dem Rücken. '''Laufbeine''': Schwarz. Femur {{I}} des Männchens schwach keulig verdickt. Laufbein {{II}}. des Männchens: ca. 7,0 mm lang. Pseudogelenkformel: {{I}} 0, {{II}} 1, {{III}} 1, IV 3<ref name='martens'/>.
'''Körperlänge''':  Weibchen erreichen 2,0 bis 2,2 mm, Männchen 1,8 bis 1,9 mm<ref name='martens'/>.  


'''Aussehen''': Tiefschwarz mit zwei silber- oder goldfarbenen Flecken kurz vor der Körpermitte, die in ihrer Form variieren, in zwei Einzelflecke aufgelöst und selten auch ganz fehlen können (Schwärzlinge).
''{{PAGENAME}}'' ist ein kleiner, kurzbeiniger schwarzer Weberknecht mit meist zwei hellen Flecken auf dem Rücken. '''Laufbeine''': Schwarz. Femur {{I}} des Männchens schwach keulig verdickt. Laufbein {{II}}. des Männchens: ca. 7,0 mm lang. Pseudogelenkformel: {{I}} 0, {{II}} 1, {{III}} 1, {{IV}} 3. '''Habitus''': Tiefschwarz mit zwei silber- oder goldfarbenen Flecken kurz vor der Körpermitte, die in ihrer Form variieren, in zwei Einzelflecke aufgelöst und selten auch ganz fehlen können (Schwärzlinge).
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Oberseite kräftig granuliert.<ref name='martens'/>


==Lebensraum==
==Lebensraum==
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''{{PAGENAME}}'' ist sehr feuchtigkeitsliebend und lebt hauptsächlich in Wäldern an Bachufern und Gräben unter Steinen und Holz <ref name='martens'/>. Man findet die Art im Gebirge in Höhen von ca. 480 m bis 2100 m <ref name="komposch gruber">{{Lit weberknechte österreichs komposch gruber 2004}}</ref>.
 
Man findet die Art im Gebirge in Höhen von ca. 480 m bis 2100 m <ref name="komposch gruber">{{Lit weberknechte österreichs komposch gruber 2004}}</ref>.


==Lebensweise==
==Lebensweise==
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''{{PAGENAME}}'' lebt lokal mit ''[[Nemastoma triste]]'' und ''[[Nemastoma bidentatum]]'' zusammen <ref name="komposch gruber"/>.


Die Art kann unter isolierenden Schneedecken selbst im Winter noch aktiv sein <ref name='martens'/>.
Die Art kann unter isolierenden Schneedecken selbst im Winter noch aktiv sein<ref name='martens'/>.


==Reifezeit==
==Reifezeit==

Version vom 14. Mai 2017, 07:08 Uhr

Nemastoma schuelleri Gruber & Martens, 1968
Schüllers Mooskanker (Komposch 2009)
Systematik
Ordnung: Opiliones (Weberknechte)
Familie: Nemastomatidae
Gattung: Nemastoma
Reifezeit (Martens 1978)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten EN

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 2,0 bis 2,2 mm, Männchen 1,8 bis 1,9 mm (Martens 1978).

Nemastoma schuelleri ist ein kleiner, kurzbeiniger schwarzer Weberknecht mit meist zwei hellen Flecken auf dem Rücken. Laufbeine: Schwarz. Femur Ⅰ des Männchens schwach keulig verdickt. Laufbein Ⅱ. des Männchens: ca. 7,0 mm lang. Pseudogelenkformel: Ⅰ 0, Ⅱ 1, Ⅲ 1, Ⅳ 3. Habitus: Tiefschwarz mit zwei silber- oder goldfarbenen Flecken kurz vor der Körpermitte, die in ihrer Form variieren, in zwei Einzelflecke aufgelöst und selten auch ganz fehlen können (Schwärzlinge). Oberseite kräftig granuliert. (Martens 1978)

Lebensraum

Nemastoma schuelleri ist sehr feuchtigkeitsliebend und lebt hauptsächlich in Wäldern an Bachufern und Gräben unter Steinen und Holz (Martens 1978). Man findet die Art im Gebirge in Höhen von ca. 480 m bis 2100 m (Komposch & Gruber 2004).

Lebensweise

Nemastoma schuelleri lebt lokal mit Nemastoma triste und Nemastoma bidentatum zusammen (Komposch & Gruber 2004).

Die Art kann unter isolierenden Schneedecken selbst im Winter noch aktiv sein (Martens 1978).

Reifezeit

Reife Tiere sind das ganze Jahr über zu finden (Martens 1978).

Verbreitung

Endemit der Ostalpen. Nur in Österreich nachgewiesen (Komposch & Gruber 2004).

Quellen

  • Komposch C & Gruber J (2004): Die Weberknechte Österreichs (Arachnida, Opiliones). Denisia 12, S. 485–534.
  • Komposch C (2009): Rote Liste der Weberknechte (Opiliones) Österreichs. – In: Zulka P. (Red.): Rote Listen gefährdeter Tiere Österreichs. Checklisten, Gefährdungsanalysen, Handlungsbedarf. Grüne Reihe des Lebensministeriums 14/3, S. 397–483.
  • Martens J (1978): Die Tierwelt Deutschlands 64. Teil, Weberknechte, Opiliones. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 464 S.

Quellen der Nachweise