Erigone atra: Unterschied zwischen den Versionen

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Bild:Erigone-atra HllgMeer-3611 10-08 02.jpg|Detail
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Bild:Erigone-atra HllgMeer-3611 10-08 03.jpg|Pedipalpen
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Datei:Erigone atra 2016-10-08 SH Boebs LP.jpg|linker Pedipalpus
Bild:Atra_Poel_08-11_04-Ped.jpg|Pedipalpus lateral
Bild:Erigone_atra_Palpuszeichnung_Erigonenøkkler gruppe1_HLovbrekke..jpg|Detailzeichnung
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Bild:Atra_Poel_08-11_04-Ped.jpg|Pedipalpus lateral
Bild:Erigone_atra_tibialaphofyse_HLovbrekke.jpg|Pedipalpendetails
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Version vom 13. Oktober 2016, 06:59 Uhr

Erigone atra Blackwall, 1833
Gewöhnliche Glückspinne
Erigone atra M 7-3632.jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Erigone (Glückspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:010400
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten LC
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh===*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württembergsh *
[D] Mecklenburg-Vorp.sh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh>=*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Erigone cavifrons

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 1,8 bis 2,8 mm, Männchen 1,9 bis 2,5 mm (Roberts 1993).

Prosoma: Längenklasse 0,8–1,0 mm, Fovea deutlich als Einkerbung erkennbar. Augen: hintere Augenreihe gerade, vordere Mittelaugen deutlich kleiner als Seitenaugen. Chelizeren: Gnathocoxen unauffällig. Sternum glatt, nach hinten verlängert. Beine: Länge des Femurs Ⅰ kleiner als die des Prosomas, Femur Ⅰ ohne dorsale Borsten, ohne prolaterale Borsten auf Femur Ⅰ, ohne prolaterale Borsten auf Tibia Ⅰ, Lage des TMⅠ in Klassen: 0,40–0,49 mm, Metatarsus Ⅳ dorsal ohne Trichobothrium, Metatarsus Ⅰ ohne dorsale Borsten, Tibia Ⅳ mit einer dorsalen Borste. Anzahl dorsaler Borsten auf Tibia Ⅰ–Ⅳ: (Wiehleformel): 2-2-2-1. Tibia Ⅰ–Ⅱ ventral ohne Stacheln. Opisthosoma: einfarbig, unauffällig. (Stäubli A 2013)

Weibchen

Prosoma unauffällig. Chelizeren: Zähne auf dem vorderen Falzrand nicht auffallend groß, ohne auffällige Strukturen auf dem Chelizerengrundglied. Pedipalpen: Kralle nicht/undeutlich vorhanden. Epigyne mit Mittelplatte/Mittelsteg, vorgewölbt, Vulvenstrukturen (z. Bsp. Rezeptacula) deutlich durchscheinend. (Stäubli A 2013)

Männchen

Prosoma: Längenklasse 1,0–1,2 mm, mit randlichen Zähnchen, Kopfregion mit Erhöhung, Chelizeren auffallend große Zähne auf dem vorderen Falzrand, auffällige Apophysen/Zahnwarzen/Haarhöcker auf dem Chelizerengrundglied. Pedipalpen: Femur auffällig, Patella mit Apophysen, Tibia mit mehreren einfachen Apophysen, Cymbium einfach, Paracymbium einfach, Längs- und Querast des Paracymbiums ohne Zähne, Embolus unauffällig, ohne Lamella characteristica. (Stäubli A 2013)

Ähnliche Arten

Erigona dentipalpis epigyn sett fra siden HLovbrekke.jpg Der äußere Teil der Epigyne steht bei Erigone dentipalpis in einem fast 90° Winkel ab. Dies ist bei Erigone atra nicht so. Deshalb können die beiden Arten anhand der lateralen Epigynenansicht voneinander getrennt werden. (H. Lovbrekke)

Lebensraum

Erigone atra ist eine dominante Art der Uferlebensräume. (Reinke & Irmler 1994) Sie gehört zu den am häufigsten vorkommenden Spinnenarten. Sie ist aber nicht an Uferhabitate gebunden, sondern kommt häufig auch auf Grünland und in Gärten vor. (Hänggi A et al. 1995) Ökologischer Typ: Eurytope Freiflächenart (lebt in allen unbewaldeten Lebensräumen unabhängig von der Feuchtigkeit) (Platen & von Broen 2005).

Lebensweise

Erigone atra verbreitet sich auch in adultem Stadium per Ballooning (Güth M 2000).

Verbreitung

Erigone atra ist holarktisch verbreitet (Bosmans et al. 2010).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise