Aelurillus v-insignitus: Unterschied zwischen den Versionen

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{{Synonym|Phlegra v-insignita}}
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==Taxonomie==
{{Autor|Heimer & Nentwig}} (1991) halten es für wahrscheinlich, dass die beiden Formen 2 valide Arten darstellen, die noch nicht aufgetrennt wurden.


==Merkmale==
==Merkmale==
'''Körperlänge''' der schwarzen Form:  Weibchen erreichen 6 bis 7 mm, Männchen 4 bis 5 mm <ref name="British Spiders I">{{Lit Locket & Millidge British spiders I 1951}}</ref>.
'''Körperlänge''' der schwarzen Form:  Weibchen erreichen 6 bis 7 mm, Männchen 4 bis 5 mm <ref name="British Spiders I">{{Lit Locket & Millidge British spiders I 1951}}</ref>.


===Schwarze Form===
===Schwarze Form===
=====Weibchen=====
=====Weibchen=====
Das '''Prosoma''' selbst ist dorsal schwarz und mit schwarzen und weißen Haaren besetzt (Gesamteindruck im lebenden Exemplar mehr oder weniger hellbraun; siehe Galerie), vordere Augenreihe mit weißen, schwarzen und orangen Haaren umrandet. Palpus gelbbraun, Sternum schwarz, weiß behaart und vorne verschmälert. '''Opisthosoma''' mit schwarzen und weißen Haaren besetzt, welche ein undeutliches Muster aus dreieckigen Winkelflecken und Punkten bilden. Der Hinterleib ist nur etwas länger als das Prosoma, dadurch wirkt die Spinne gedrungen. '''Beine''' gelbbraun mit schwarzer Ringelung und Punkten. Tarsen des ersten Beinpaares mit Scopulaepolstern, welche länger als die Hälfte des Segments sind. <ref name="British Spiders I"/>
Das '''Prosoma''' selbst ist dorsal schwarz und mit schwarzen und weißen Haaren besetzt (Gesamteindruck im lebenden Exemplar mehr oder weniger hellbraun; siehe Galerie), vordere Augenreihe mit weißen, schwarzen und orangen Haaren umrandet. Palpus gelbbraun, Sternum schwarz, weiß behaart und vorne verschmälert. '''Opisthosoma''' mit schwarzen und weißen Haaren besetzt, welche ein undeutliches Muster aus dreieckigen Winkelflecken und Punkten bilden. Der Hinterleib ist nur etwas länger als das Prosoma, dadurch wirkt die Spinne gedrungen. '''Beine''' gelbbraun mit schwarzer Ringelung und Punkten. Tarsen des ersten Beinpaares mit Scopulaepolstern, welche länger als die Hälfte des Segments sind. <ref name="British Spiders I"/>
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Die '''Epigyne''' hat einen breit sklerotisierten Rand und bildet einen rechten Winkel <ref name="Heimer Nentwig"/>.
Die '''Epigyne''' hat einen breit sklerotisierten Rand und bildet einen rechten Winkel <ref name="Heimer Nentwig"/>.
==Taxonomie==
{{Autor|Heimer & Nentwig}} (1991) halten es für wahrscheinlich, dass die beiden Formen 2 valide Arten darstellen, die noch nicht aufgetrennt wurden.


==Lebensraum==
==Lebensraum==

Version vom 7. Oktober 2015, 06:47 Uhr

Aelurillus v-insignitus (Clerck, 1757)
V-Fleck-Springspinne (Buchholz et al. 2010)
V-insignitus Pottenstein 08-05 02.jpg
Männchen (schwarze Form)
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Salticidae (Springspinnen)
Gattung: Aelurillus (Katzenaugen)
Reifezeit (Harvey 2014)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:032215
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten VU
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh=?=*
[D] Berlinh===*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württembergmh *
[D] Mecklenburg-Vorp.mh<<↓↓ 3
[D] Niedersachsen 3
[D] Niedersachsen (H) 3
[D] Niedersachsen (T) 3
[D] Nordrhein-Westfalenh<(↓)=*
[D] Schleswig-Holsteines==-D1
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Aelurillus insignitus
  • Aelurillus litera v-insignitus
  • Phlegra v-insignita
  • Yllenus v-insignitus

syn. Phlegra v-insignita

Taxonomie

Heimer & Nentwig (1991) halten es für wahrscheinlich, dass die beiden Formen 2 valide Arten darstellen, die noch nicht aufgetrennt wurden.

Merkmale

Körperlänge der schwarzen Form: Weibchen erreichen 6 bis 7 mm, Männchen 4 bis 5 mm (Locket & Millidge 1951).

Schwarze Form

Weibchen

Das Prosoma selbst ist dorsal schwarz und mit schwarzen und weißen Haaren besetzt (Gesamteindruck im lebenden Exemplar mehr oder weniger hellbraun; siehe Galerie), vordere Augenreihe mit weißen, schwarzen und orangen Haaren umrandet. Palpus gelbbraun, Sternum schwarz, weiß behaart und vorne verschmälert. Opisthosoma mit schwarzen und weißen Haaren besetzt, welche ein undeutliches Muster aus dreieckigen Winkelflecken und Punkten bilden. Der Hinterleib ist nur etwas länger als das Prosoma, dadurch wirkt die Spinne gedrungen. Beine gelbbraun mit schwarzer Ringelung und Punkten. Tarsen des ersten Beinpaares mit Scopulaepolstern, welche länger als die Hälfte des Segments sind. (Locket & Millidge 1951)

Rand der Epigyne nur schmal sklerotisiert und einen spitzen Winkel bildend (Heimer & Nentwig 1991).

Männchen

Prosoma mit schwarzem cephalen Bereich, restlicher Bereich schwarzbraun. Insgesamt mit metallischem Glanz und mit schwarzen und einigen weißen Haaren besetzt. Sternum wie Weibchen. Ein invertiertes, weißes V ist im Kopfbereich ausgeprägt. Opisthosoma schwarz und mit einem sauber abgesetzten weißen Medianband. Beine etwas dunkler als beim Weibchen. (Locket & Millidge 1951)

Pedipalpus: Ventraler Teil der Tibialapophyse im Vergleich mit grauer Form länger (Heimer & Nentwig 1991).

Graue Form

Das Männchen der grauen Form hat einen dunkelgrauen cephalen Bereich, die graue Winkelzeichnung ist nicht weiß abgesetzt. Das Opisthosoma ist nicht schwarz, sondern grau mit hellem Medianband. Der Pedipalpus hat im Vergleich eine kurze ventrale Teilapophyse. (Heimer & Nentwig 1991)

Die Epigyne hat einen breit sklerotisierten Rand und bildet einen rechten Winkel (Heimer & Nentwig 1991).

Lebensraum

Die schwarze Form kommt an trockenen Hängen (Heimer & Nentwig 1991) und (in Großbritannien) in Heiden (Roberts 1996) vor, die helle Form v.a. in sandigen Lebensräumen wie Dünen und Kiefernwälder (Heimer & Nentwig 1991).

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (Platnick 2013).

Gefährdungsgrad

Die Art wird in Deutschland auf vielen roten Listen der einzelnen Bundesländer geführt (siehe Infobox), daher ist jeder Nachweis von Interesse und sollte an die Verbreitungskarten (siehe Link unten) weitergleitet werden.

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise