Antrohyphantes sophianus: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Prosoma''' birnenförmig 1,45 mm lang und 1,07 mm breit, mit flacher durch seitliche Einbuchtungen. Kopfpartie vorn mit deutlich abgesetzten und an den breit abgerundeten Ecken vorn nur leicht vorgewölbt. Rückenfläche mit drei Reihen langer langen Haaren, welche bis bis zur Fovea reichen, einer medianen und zwei seitlichen, welche zu den Seitenaugen divergieren. '''Augen''' gut entwickelt, hintere Augenreihe deutlich rekurv, vordere gerade. Mittelaugen sehr klein und nahestehend, von den Seitenaugen mehr als um das doppelte ihres Durchmessers entfernt. Clypheus unter den Mittelaugen ausgehöhlt. '''Chelizeren''' lang, schlank, senkrecht. Vorderrand der Klauenfurche mit 4 schlanken spitzen Zähnchen, zwei proximale stehen sehr eng, das zweite fast zweimal so lang wie das erste. 21–23 deutlich erkennbare Stridulationsrillen. '''Sternum''' 0,8x0,75 mm spärlich mit langen Haaren besetzt. '''Beine''' sehr lang und dünn und langen Stacheln.<ref name='millerf'>{{Lit Miller 1958 Eine neue Lepthyphantes (L tranteevi sp n ) aus den bulgarischen Höhlen}}</ref> | '''Prosoma''' birnenförmig 1,45 mm lang und 1,07 mm breit, mit flacher durch seitliche Einbuchtungen. Kopfpartie vorn mit deutlich abgesetzten und an den breit abgerundeten Ecken vorn nur leicht vorgewölbt. Rückenfläche mit drei Reihen langer langen Haaren, welche bis bis zur Fovea reichen, einer medianen und zwei seitlichen, welche zu den Seitenaugen divergieren. '''Augen''' gut entwickelt, hintere Augenreihe deutlich rekurv, vordere gerade. Mittelaugen sehr klein und nahestehend, von den Seitenaugen mehr als um das doppelte ihres Durchmessers entfernt. Clypheus unter den Mittelaugen ausgehöhlt. '''Chelizeren''' lang, schlank, senkrecht. Vorderrand der Klauenfurche mit 4 schlanken spitzen Zähnchen, zwei proximale stehen sehr eng, das zweite fast zweimal so lang wie das erste. 21–23 deutlich erkennbare Stridulationsrillen. '''Sternum''' 0,8x0,75 mm spärlich mit langen Haaren besetzt. '''Beine''' sehr lang und dünn und langen Stacheln.<ref name='millerf'>{{Lit Miller 1958 Eine neue Lepthyphantes (L tranteevi sp n ) aus den bulgarischen Höhlen}}</ref> | ||
===Weibchen=== | |||
'''Prosoma''' 1,5 mm lang, 1,15 mm breit, von ähnlicher Form wie beim Mänehen. (Abb. 53.) Die dorsale Profillinie bildet zwei flache, nach hinten absteigende Bögen, welche in der Mitte durch einen seichten Sattel getrennt sind. '''Augen''': Hintere Augenreihe stark prokurv. Die Mittelaugen noch mehr genähert als beim Männchen. Vordere Augen reihe gerade, die Seiteninterwalle zweimal größer als der Durch messer der kleinen und sehr nahe stehenden Mittelaugen. Clypeus prokurv, 0,21 mm hoch. '''Sternum''' ähnlich wie beim Männchen. '''Chelizeren''' senkrecht, mit parallelen, leicht ausgeschweiften Seitenkanten, 0,59 mm lang, mit etwa 22—23 Stridulationsrillen. Am Vorderrande der Klauenfurche nur drei gleich- weit gestellte, schlanke und spitzige Zähnchen, von denen das proximale nur wenig schlanker und kürzer, als das distale und das längste mittlere nur wenig verschieden von den übrigen zwei ist. Beine sehr lang, dünn, lang beborstet und mit langen Stacheln bewert.<ref name='millerf'/> | |||
===Männchen=== | |||
'''Pedialpus''' sehr eigenartig und charakteristisch gebaut. Patella läuft über die Tibia in zwei lange, walzenförmige, am Ende abgerundete, parallele, dicht nebeneinander stehende Auswüchse aus, die etwas länger als der basale Patellarteil sind. Der äußere ist ganz wenig länger und mit einer terminalen, leicht gekrümmten Borste versehen, die so lang wie die Patella samt des Auswuchses ist. Tibia so lang wie die ganze Patella, dorsal der Länge nach breit und tief ausgehöhlt, apikal außen und innen mit je einer senkrecht nach oben gerichteten und durch die tiefe und breite dorsale Längsmulde getrennten Apophysen versehen. Die äußere Apophyse ist einfach, apicalwärts verschmälert und mit der abgerundeten Spitze nach innen gebogen. Mit dem basalen Teil der Tibia hat sie die Form eines Stiefels. Viel komplizierter ist die innere Apophyse. Diese ist flach und breit, dorsal durch einen abgerundeten Ausschnitt in zwei plumpe, ungleiche Lappen geteilt: der hintere Lappen ist daumenförmig, schief nach oben und vorn gerichtet, der vordere mehr zugespitzt und krallen- artig nach außen gekrümmt. Auch das Paracymbium ist schmal, an der Vorder kante mit etwa 6 Haaren versehen; der Querast mit einer schräg nach hinten gerichtete n, breiten, ausgeschweiften Lamelle versehen; der Längsast flach, am Ende abgerundet zugespitzt und nach oben und hinten gekrümmt. Sehr cha rakteristisch ist ein abstehender, langer, flacher, pfriemenförmiger, zugespitzter, im rechten Winkel gebogener Zahn, welcher aus der Fläche des Paracymbiums an der Grenze zwischen dem Quer- und Längsast hervorspringt. Sein basaler Teil ist schief nach hinten und oben gerichtet, seine Spitze, die ebenso lang wie dieser ist, schief nach vorn und oben gebogen. '''Lamella charakteristica''' nimmt fast die ganze Länge des Bulbus ein. Sie ist hautförmig, apicalwärts verschmä lert, und mit der Spitze etwas nach oben gebogen, an der unteren, fast geraden Kante mit zahlreichen winzigen, dichtstehenden Zähnchen versehen.<ref name='millerf'/> | |||
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Version vom 9. Juni 2015, 08:20 Uhr
| Antrohyphantes sophianus (Drensky, 1931) |
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| Systematik |
| Ordnung: Araneae (Webspinnen) |
| Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen) |
| Gattung: Antrohyphantes |
| Verbreitung in Europa[Quellen] |
etabliert, nicht etabliert, nicht betrachtet
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| Weitere Informationen |
| LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:009407 |
| Gefährdung nach Roter Liste |
| Rote Liste-Daten liegen uns für dieses Taxon nicht vor. |
| Synonyme und weitere Kombinationen |
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syn. Lepthyphanes tranteevi
Merkmale
Prosoma birnenförmig 1,45 mm lang und 1,07 mm breit, mit flacher durch seitliche Einbuchtungen. Kopfpartie vorn mit deutlich abgesetzten und an den breit abgerundeten Ecken vorn nur leicht vorgewölbt. Rückenfläche mit drei Reihen langer langen Haaren, welche bis bis zur Fovea reichen, einer medianen und zwei seitlichen, welche zu den Seitenaugen divergieren. Augen gut entwickelt, hintere Augenreihe deutlich rekurv, vordere gerade. Mittelaugen sehr klein und nahestehend, von den Seitenaugen mehr als um das doppelte ihres Durchmessers entfernt. Clypheus unter den Mittelaugen ausgehöhlt. Chelizeren lang, schlank, senkrecht. Vorderrand der Klauenfurche mit 4 schlanken spitzen Zähnchen, zwei proximale stehen sehr eng, das zweite fast zweimal so lang wie das erste. 21–23 deutlich erkennbare Stridulationsrillen. Sternum 0,8x0,75 mm spärlich mit langen Haaren besetzt. Beine sehr lang und dünn und langen Stacheln. (Miller 1958)
Weibchen
Prosoma 1,5 mm lang, 1,15 mm breit, von ähnlicher Form wie beim Mänehen. (Abb. 53.) Die dorsale Profillinie bildet zwei flache, nach hinten absteigende Bögen, welche in der Mitte durch einen seichten Sattel getrennt sind. Augen: Hintere Augenreihe stark prokurv. Die Mittelaugen noch mehr genähert als beim Männchen. Vordere Augen reihe gerade, die Seiteninterwalle zweimal größer als der Durch messer der kleinen und sehr nahe stehenden Mittelaugen. Clypeus prokurv, 0,21 mm hoch. Sternum ähnlich wie beim Männchen. Chelizeren senkrecht, mit parallelen, leicht ausgeschweiften Seitenkanten, 0,59 mm lang, mit etwa 22—23 Stridulationsrillen. Am Vorderrande der Klauenfurche nur drei gleich- weit gestellte, schlanke und spitzige Zähnchen, von denen das proximale nur wenig schlanker und kürzer, als das distale und das längste mittlere nur wenig verschieden von den übrigen zwei ist. Beine sehr lang, dünn, lang beborstet und mit langen Stacheln bewert. (Miller 1958)
Männchen
Pedialpus sehr eigenartig und charakteristisch gebaut. Patella läuft über die Tibia in zwei lange, walzenförmige, am Ende abgerundete, parallele, dicht nebeneinander stehende Auswüchse aus, die etwas länger als der basale Patellarteil sind. Der äußere ist ganz wenig länger und mit einer terminalen, leicht gekrümmten Borste versehen, die so lang wie die Patella samt des Auswuchses ist. Tibia so lang wie die ganze Patella, dorsal der Länge nach breit und tief ausgehöhlt, apikal außen und innen mit je einer senkrecht nach oben gerichteten und durch die tiefe und breite dorsale Längsmulde getrennten Apophysen versehen. Die äußere Apophyse ist einfach, apicalwärts verschmälert und mit der abgerundeten Spitze nach innen gebogen. Mit dem basalen Teil der Tibia hat sie die Form eines Stiefels. Viel komplizierter ist die innere Apophyse. Diese ist flach und breit, dorsal durch einen abgerundeten Ausschnitt in zwei plumpe, ungleiche Lappen geteilt: der hintere Lappen ist daumenförmig, schief nach oben und vorn gerichtet, der vordere mehr zugespitzt und krallen- artig nach außen gekrümmt. Auch das Paracymbium ist schmal, an der Vorder kante mit etwa 6 Haaren versehen; der Querast mit einer schräg nach hinten gerichtete n, breiten, ausgeschweiften Lamelle versehen; der Längsast flach, am Ende abgerundet zugespitzt und nach oben und hinten gekrümmt. Sehr cha rakteristisch ist ein abstehender, langer, flacher, pfriemenförmiger, zugespitzter, im rechten Winkel gebogener Zahn, welcher aus der Fläche des Paracymbiums an der Grenze zwischen dem Quer- und Längsast hervorspringt. Sein basaler Teil ist schief nach hinten und oben gerichtet, seine Spitze, die ebenso lang wie dieser ist, schief nach vorn und oben gebogen. Lamella charakteristica nimmt fast die ganze Länge des Bulbus ein. Sie ist hautförmig, apicalwärts verschmä lert, und mit der Spitze etwas nach oben gebogen, an der unteren, fast geraden Kante mit zahlreichen winzigen, dichtstehenden Zähnchen versehen. (Miller 1958)
Hinweis zur Bestimmung: Antrohyphantes sophianus fehlt im Linyphiidae-Schlüssel von Stäubli auf den Bestimmungsseiten des Naturhistorischen Museums Bern (Geprüft: Juni 2015).
Verbreitung
Antrohyphantes sophianus wurde bisher nur in Bulgarien nachgewiesen (World Spider Catalog 2015).
Lebensweise
Nu in Höhlen (Nentwig et al. 2015).
Weblinks
Quellen
- Miller F (1958): Eine neue Lepthyphantes (L. tranteevi sp. n.) aus den bulgarischen Höhlen. Práce Brněnské Základny Československé Akademie Věd 30, S. 577–583.
- Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2015): Spinnen Europas. Version 06.2015 . Online https://www.araneae.nmbe.ch, doi:10.24436/1.
- World Spider Catalog (2015): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 16, abgerufen am 2015-06-09, doi:10.24436/2.
Quellen der Nachweise
- Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2020): Spinnen Europas. Online https://www.araneae.nmbe.ch (automatisch synchronisiert), doi:10.24436/1.