Araeoncus humilis: Unterschied zwischen den Versionen

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==Lebensraum==
==Lebensraum==
Die Art ist auf seggenbewachsenen Mooren, Wiesen, Ufern und Kahlschlägen gesammelt worden. In Bezug auf Feuchtigkeit ist sie also indifferent, der gemeinsame Faktor scheint grasähnliche Vegetation zu sein.<ref name='Palmgren 1976'>{{Lit Palmgren 1976 Die Spinnenfauna Finnlands und Ostfennoskandiens Linyphiidae 2}}</ref>
Die Art ist auf seggenbewachsenen Mooren, Wiesen, Ufern und Kahlschlägen gesammelt worden. In Bezug auf Feuchtigkeit ist sie also indifferent, der gemeinsame Faktor scheint grasähnliche Vegetation zu sein.<ref name='Palmgren 1976'>{{Lit Palmgren 1976 Die Spinnenfauna Finnlands und Ostfennoskandiens Linyphiidae 2}}</ref> Euryöke Art offener nicht zu feuchter Ökosysteme: am häufigsten im mittelfeuchten Grünland, auch in städtischen Grünanlagen, in trockenem und feuchtem Grünland, Salzwiesen, Kögen und Moorrandbereichen. Seltener in trockenen Heiden, Dünen und Halbtrockenrasen, Äckern und Nutzgärten der Städte, sowie Knicks. Nur vereinzelt in Wäldern. Hemiphotophil, hemihygrophil, halotolerant.<ref name='reinke_irmler_1994'>{{Lit Reinke Irmler 1994 Spinnenfauna SH}}</ref>


==Verbreitung==
==Verbreitung==

Version vom 10. Dezember 2014, 08:58 Uhr

Araeoncus humilis (Blackwall, 1841)
Wiesenstirnchen
Araeoncus humilis-lat.jpg
Männchen (Alkoholpräparat)
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Araeoncus (Stirnchen)
Reifezeit (Harvey 2014)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:009435
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten NT
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh===*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württembergh *
[D] Mecklenburg-Vorp.h== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh>T=*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau ?
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Erigone humilis
  • Walckenaera humilis

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 1,4 bis 1,8 mm, Männchen 1,4 bis 1,6 mm. (Roberts 1993)

Wiehleformel: 2-2-1-1 und 1-1-1-1 (Roberts 1993)

Prosoma glänzend glatt dunkelbraun mit schwach angedeuteten schwarzen Zeichnungen, hinten ein zentraler Fleck mit drei nach vorn auslaufenden Strichen. Beine gelb. Opisthosoma fast schwarz. (Tullgren 1955)

Weibchen

Tibia I-II mit zwei, Tibia IV mit einem kurzen dorsalen Stachel. Metatarsen I-II mit Trichobothrium in der basalen Hälfte. (Tullgren 1955)

Männchen

Prosoma vorn heller und von oben gesehen mit kreisrunder Erhöhung, welche von der Seite gesehen den Clypheus etwas überragt, der Scheitel ist fast flach. Augen: Vordere Augenreihe schwach rekurv, hintere schwach prokurv. Tibien I und II auffallend reich mit dichten Bürsten bekleidet. Pedipalpus: Bulbus mit auffälligem Embolus, den man am besten von der Außenseite des Pedipalpus erkennen kann. (Tullgren 1955)

Ähnliche Arten

Weibchen mit ähnlicher Epigyne gibt es in den Gattungen Diplocephalus und Erigonella.

Lebensraum

Die Art ist auf seggenbewachsenen Mooren, Wiesen, Ufern und Kahlschlägen gesammelt worden. In Bezug auf Feuchtigkeit ist sie also indifferent, der gemeinsame Faktor scheint grasähnliche Vegetation zu sein. (Palmgren 1976) Euryöke Art offener nicht zu feuchter Ökosysteme: am häufigsten im mittelfeuchten Grünland, auch in städtischen Grünanlagen, in trockenem und feuchtem Grünland, Salzwiesen, Kögen und Moorrandbereichen. Seltener in trockenen Heiden, Dünen und Halbtrockenrasen, Äckern und Nutzgärten der Städte, sowie Knicks. Nur vereinzelt in Wäldern. Hemiphotophil, hemihygrophil, halotolerant. (Reinke & Irmler 1994)

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (Platnick 2013). Eingeschleppt nach Neuseland (Millidge 1988 zitiert in (Komnenov 2013)).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Harvey P [Koord.] (2014): Spider and Harvestman Recording Scheme. British Arachnological Society.
  • Komnenov M (2013): Spider fauna of the Osogovo Mt. Range, Northeastern Macedonia. Fauna Balkana (University of Novi Sad, Serbia). Volume 2, S. 1–267.
  • Palmgren P (1976): Die Spinnenfauna Finnlands und Ostfennoskandiens. VII. Linyphiidae 2. Fauna Fennica 29, S. 1–126.
  • Platnick NI (2013): The World Spider Catalog, Version 13.5. The American Museum of Natural History.
  • Reinke HD & Irmler U (1994): Die Spinnenfauna (Araneae) Schleswig-Holsteins am Boden und in bodennaher Vegetation. Faun.-Ökol. Mitt. Supplement 17, S. 1–147, ISSN 0430-1285.
  • Roberts MJ (1993): The Spiders Of Great Britain And Ireland, Volume 2. Linyphiidae and Check List. Harley Books. ISBN 978-0946589463, 204 S.
  • Tullgren A (1955): Zur Kenntnis schwedischer Erigoniden. Arkiv för Zoologi 2 (7/20), S. 295–389.

Quellen der Nachweise

Quellen der Nachweise