Mermessus trilobatus: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Körperlänge''': Weibchen und Männchen erreichen 1,6 bis 2,1 mm<ref name="SpiMi">{{Lit uniBern}}</ref>.
'''Körperlänge''': Weibchen und Männchen erreichen 1,6 bis 2,1 mm<ref name="SpiMi">{{Lit uniBern}}</ref>.


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'''Prosoma''' länglich, braun mit dunklen Radiärlinien und dunklem kelchförmigem Fleck hinter dem Kopf<ref name="SpiMi"/>. Fovea fehlt<ref name='vh2009b'>{{Lit van Helsdingen 2009b Mermessus}}</ref>. '''Opisthosoma''' dunkel graubraun. '''Beine''' gelblich- bis orangebraun.<ref name="SpiMi"/> '''Wiehleformel''': 2-2-2-1, Tm &#8547; präsent. '''Augen''' relativ groß. '''Chelizeren''' mit 6-7 meson-frontalen Zähnen.<ref name='vh2009b'/>


===Weibchen===
===Weibchen===
Die Epigyne ist sehr charakteristisch. Die seitlichen Chitinplatten überragen den Epigynen-Hinterrand und wölben sich stark nach oben (vom Körper weg). Dadurch sieht man sie in der lateralen Ansicht weit vom Körper abstehen.<ref name="SpiMi"/>
Die Epigyne ist sehr charakteristisch. Die seitlichen Chitinplatten überragen den Epigynen-Hinterrand und wölben sich stark nach oben (vom Körper weg). Dadurch sieht man sie in der lateralen Ansicht weit vom Körper abstehen.<ref name="SpiMi"/>
===Männchen===
'''Pedipalpus''': Patella ohne Stacheln. Apical mit einer spitzen Apophyse. Tibia mit langen (so lang wie die Tibia selbst) nach vorn gerichteten Haaren. Dunkelbraune apicale Apophyse mit einem stumpfen Zahn oder Tuberkel. Spitze der Tibia und die Basis des Cymbiums hellbraun, alle anderen Teile schwach gelb (wie die Beine).<ref name='vh2009b'/>


==Lebensraum==
==Lebensraum==

Version vom 3. August 2013, 05:00 Uhr

Mermessus trilobatus (Emerton, 1882)
Amerikanische Zwergspinne
Mermessus-trilobatus Schmieden 09-03 01.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Baldachinspinnen)
Gattung: Mermessus (Gezähnte Zwergspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:010369
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten NE
[CZ] Tschechien ES
[D] Deutschland nb
[D] Berlin nb
[D] Baden-Württembergh *
[D] Mecklenburg-Vorp.mh> *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Nordrhein-Westfalenss>=*
[D] Schleswig-Holsteinmh?> *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Eperigone trilobata

syn. Eperigone trilobata. Die Gattung Eperigone wurde in Mermessus umbenannt (World Spider Catalog 2020).

Merkmale

Körperlänge: Weibchen und Männchen erreichen 1,6 bis 2,1 mm (Nentwig et al. 2012).

Prosoma länglich, braun mit dunklen Radiärlinien und dunklem kelchförmigem Fleck hinter dem Kopf (Nentwig et al. 2012). Fovea fehlt (van Helsdingen 2009). Opisthosoma dunkel graubraun. Beine gelblich- bis orangebraun. (Nentwig et al. 2012) Wiehleformel: 2-2-2-1, Tm Ⅳ präsent. Augen relativ groß. Chelizeren mit 6-7 meson-frontalen Zähnen. (van Helsdingen 2009)

Weibchen

Die Epigyne ist sehr charakteristisch. Die seitlichen Chitinplatten überragen den Epigynen-Hinterrand und wölben sich stark nach oben (vom Körper weg). Dadurch sieht man sie in der lateralen Ansicht weit vom Körper abstehen. (Nentwig et al. 2012)

Männchen

Pedipalpus: Patella ohne Stacheln. Apical mit einer spitzen Apophyse. Tibia mit langen (so lang wie die Tibia selbst) nach vorn gerichteten Haaren. Dunkelbraune apicale Apophyse mit einem stumpfen Zahn oder Tuberkel. Spitze der Tibia und die Basis des Cymbiums hellbraun, alle anderen Teile schwach gelb (wie die Beine). (van Helsdingen 2009)

Lebensraum

Sie wird in Wiesen, in der Streu von Wälder, in Feuchtgebieten und an Sandstränden gefunden (Nentwig et al. 2012).

Verbreitung

Holarktisch verbreitet (World Spider Catalog 2020).

Mermessus trilobatus ist vermutlich 1982 durch US-Amerikanische Streitkräfte nach Süddeutschland eingeschleppt worden und verbreitet sich seit dem rasch nach Norden (Nentwig et al. 2012).

Der Erstnachweis für Europa wurde 1985 von Dumpert & Platen publiziert. In einem Strandwald bei Karlsruhe. Mittlerweile wurde diese Art auch in der Schweiz, Belgien, den Niederlanden und in Großbritannien (Essex) nachgewiesen. (van Helsdingen 2009) Im Südosten Europas bis Tschechien (Südböhmen) (Holec et al. 2011)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Weblinks

Quellen

Quellen der Nachweise