Pardosa sphagnicola: Unterschied zwischen den Versionen

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==Merkmale==
==Merkmale==
'''Körperlänge''': Weibchen erreichen 5 bis 6 mm, Männchen 4,5 bis 5 mm<ref name='unibern 10.2015'>{{Lit Nentwig et al Spinnen Europas|10.2015 }}</ref>.
'''Körperlänge''': Weibchen erreichen 5&ndash;6 mm, Männchen 4,5&ndash;5,0 mm<ref name='unibern 10.2015'>{{Lit Nentwig et al Spinnen Europas|10.2015 }}</ref>.


'''Prosoma''' ist rotbraun mit einem vorn verbreiterten medianen Längsband, laterale Längsbänder erreichen das Clypeus. Beine sind nicht geringelt, höchstens ist das Femur dorsal schwach gezeichnet. Die Haare an Metatarsus und Tarsus I-II sind kürzer als 2 Durchmesser der Segmente. '''Opisthosoma''' ist dunkelbraun mit schwarzem Muster, ventral mit kleinen sklerotisierten Zähnen bedeckt.<ref name="unibern">{{Lit uniBern}}</ref>
'''Prosoma''' ist rotbraun mit einem vorn verbreiterten medianen Längsband, laterale Längsbänder erreichen das Clypeus. Beine sind nicht geringelt, höchstens ist das Femur dorsal schwach gezeichnet. Die Haare an Metatarsus und Tarsus I-II sind kürzer als 2 Durchmesser der Segmente. '''Opisthosoma''' ist dunkelbraun mit schwarzem Muster, ventral mit kleinen sklerotisierten Zähnen bedeckt.<ref name="unibern">{{Lit uniBern}}</ref>
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==Lebensraum==
==Lebensraum==
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Die Art kommt in Mooren und Hochmooren vor <ref name="unibern"></ref>. Ebenso auf Nasswiesen, in Bruchwäldern und Seggenrieden<ref name='martin 2009'>{{Lit Martin 2009 Ceraticelus bulbosus}}</ref>. Auf Moos und zwischen niedriger Vegetation in feuchten oder sumpfigen Lebensräumen<ref name='Roberts 1995'/>.
Mesotope Moorbindung<ref name='MartinSteinh24'>{{Lit Martin Steinhäuser 2024 Zur Spinnenfauna ausgewählter Moore in Mecklenburg-Vorpommern}}</ref>.
[[Kategorie:Moorart]]


==Bilder==
==Bilder==

Aktuelle Version vom 25. Mai 2025, 20:03 Uhr

Pardosa sphagnicola (Dahl, 1908)
Torfmoos-Laufwolf
Pardosa sphagnicola female A6073 PL0363.JPG
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Lycosidae (Wolfspinnen)
Gattung: Pardosa (Laufwölfe)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:018935
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten CR
[CZ] Tschechien VU
[D] Deutschlands<<?=2
[D] Berlinss<<↓↓↓=1
[D] Brandenburg 2
[D] Baden-Württembergs 2
[D] Bayern 1
[D] Bayern Av/A 1
[D] Bayern OG 1
[D] Mecklenburg-Vorp.ss<<↓↓ 1
[D] Niedersachsen 2
[D] Niedersachsen (H) 2
[D] Niedersachsen (T) 2
[D] Nordrhein-Westfalenss<<↓↓=1
[D] Schleswig-Holsteinsh==-D*
[D] Sachsen 2
[D] Sachsen-Anhalt 2
[D] Thüringen 1
[FR] Frankreich< EN
[NO] Norwegen LC
[SK] Slowakei EN

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 5–6 mm, Männchen 4,5–5,0 mm (Nentwig et al. 2015).

Prosoma ist rotbraun mit einem vorn verbreiterten medianen Längsband, laterale Längsbänder erreichen das Clypeus. Beine sind nicht geringelt, höchstens ist das Femur dorsal schwach gezeichnet. Die Haare an Metatarsus und Tarsus I-II sind kürzer als 2 Durchmesser der Segmente. Opisthosoma ist dunkelbraun mit schwarzem Muster, ventral mit kleinen sklerotisierten Zähnen bedeckt. (Nentwig et al. 2012)

Männchen

Die Tarsalspitze des männlichen Palpus ist hakenförmig und nach dorsal konkav. Die mediane Apophyse reicht nicht über den Rand des Cymbiums hinaus. (Roberts 1996)

Ähnliche Arten

Genital

Weibchen

Epigyne sehr ähnlich der Gebirgs-Art Pardosa fulvipes. Weibchen lassen sich nicht eindeutig bestimmen (Holle et al. 2005).

Unterscheidung:

  • geringelte Beine (Femur, Tibia & Metatarsus) → Pardosa fulvipes
  • Beine nicht geringelt → Pardosa sphagnicola

Die Epigyne unterscheidet sich von P. pullata durch die Form der vorderen Bögen, von P. fulvipes durch die Breite des hinteren Teils im Verhältnis zur zentralen Zunge (Roberts 1996).

Habituell

Ähnlich Pardosa pullata, Hinterleib jedoch gewöhnlich mit paarweisen weißen Haarbüscheln besetzt und kann mit Pirata piraticus verwechselt werden (Roberts 1996).

Verbreitung

Europa, Russland (World Spider Catalog 2015).

Lebensraum

Die Art kommt in Mooren und Hochmooren vor (Nentwig et al. 2012). Ebenso auf Nasswiesen, in Bruchwäldern und Seggenrieden (Martin 2009). Auf Moos und zwischen niedriger Vegetation in feuchten oder sumpfigen Lebensräumen (Roberts 1996).

Mesotope Moorbindung (Martin & Steinhäuser U 2024).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise