Gnaphosa opaca: Unterschied zwischen den Versionen

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==Bilder==
==Bilder==
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Bild:Opaca_Gimritz_07-07_01.jpg|Weibchen
Opaca_Schwellenburg_09-02_01.jpg|Jungtier, ca. 4 mm
Bild:Opaca_BFrankenh_07-07_03.jpg|Weibchen
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Gnaphosa opaca w epi Causse mejean WOertel.jpg|Epigyne
Gnaphosa opaca w ve epipräp Causse mejean WOertel.jpg|präparierte Epigyne
Gnaphosa opaca w vulva Causse mejean WOertel.jpg|Vulva
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==Weblinks==
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===Literatur===
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==Quellen==
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===Quellen der Nachweise===
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Aktuelle Version vom 8. Januar 2020, 19:39 Uhr

Gnaphosa opaca Herman, 1879
Kleine Plattbauchspinne
Opaca Gimritz 05-2007 01.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Gnaphosidae (Plattbauchspinnen)
Gattung: Gnaphosa (Eigentliche Plattbauchspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:027266
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien VU
[D] Deutschlandss<?=2
[D] Sachsen-Anhalt 2
[D] Thüringen 1

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 5 bis 8 mm, Männchen 5 bis 7 mm (Heimer & Nentwig 1991).

Grundfarbe mittel- bis graubraun, Opisthosoma grau behaart. Beine heller.

Weibchen

Epigyne mit verhältnismäßig kleinen, lateralen Randbereichen, weitem Mittelstück und schmalen medianen Befruchtungsgängen.

Männchen

Der Pedipalpus kann durch den relativ kurzen, überstehenden Bereich an der prolateralen Seite des Embolus von ähnlichen Arten abgegrenzt werden, welcher bei letzteren anders ausgeformt ist (Ovtsharenko et al. 1992).

Bad Frankenhausen, Trockenrasen auf Gips und Kalk
Ein typischer Fundort von Gnaphosa opaca

Lebensraum

Bevorzugt anscheinend Trockenrasen und Felsensteppen an südexponierten Standorten mit xerothermem Charakter (Grimm 1985).

Verbreitung

Gnaphosa opaca ist von Europa bis Zentralasien verbreitet (World Spider Catalog 2015).

In Deutschland nur vereinzelt nachgewiesen (Arachnologische Gesellschaft 2020). Ein Verbreitungsschwerpunkt scheint sich entlang des mittleren Saaletals und im Thüringer Becken zu befinden, wo die Art auf unbewaldeten Kuppen im flachen Agrarland und an hügeligen Erhebungen der Randgebirge gefunden wird.

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Literatur

Quellen

Quellen der Nachweise