Zelotes longipes

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Zelotes longipes (L. Koch, 1866)
Stachel-Schwarzspinne
Longipes Brandberge 08-05 01.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Gnaphosidae (Plattbauchspinnen)
Gattung: Zelotes (Schwarzspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:028285
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien LC
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandh<?=*
[D] Berlinsh>==*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württemberg 3
[D] Bayern 3
[D] Bayern Av/A 3
[D] Bayern OG 3
[D] Bayern SL 3
[D] Bayern T/S 3
[D] Mecklenburg-Vorp.mh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalenmh<(↓)=V
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[D] Sachsen 3
[NO] Norwegen VU
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau ?
[SK] Slowakei R*
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Prosthesima longipes
  • Prosthesima serotina
  • Zelotes serotinus

Merkmale

Körperlänge: Weibchen ungefähr 4 bis 8 mm, Männchen 4 bis 6 mm (Grimm 1985).

Dunkel rotbraun bis schwarzbraun gefärbte Art mit länglichem Körperbau. Femora des 1. Beinpaares innen mit gelbem Fleck. (Grimm 1985)

Weibchen

Epigyne mit paariger, nach hinten verlaufender Vorwölbung. Diese hinten lateral ausgebuchtet. Diese Stelle hat offenbar eine integrierte Bruchstelle. Bei nicht mehr jungfräulichen Weibchen scheint sie versehrt und nicht mehr sauber gerundet (siehe auch Galerie). (Grimm 1985)

Männchen

Mit dunkelbraunem, mindestens 1/3 des Opisthosomas bedeckendem Scutum. Pedipalpus mit langer und schlanker Tibialapophyse und einer flach gegabelten distal gelegenen Apophyse. Hinter dieser eine weitere, hakenförmige Apophyse. (Grimm 1985)

Verbreitung

Zelotes longipes ist paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog 2015).

Lebensraum

Trockene und sonnige Standorte mit lichtem Bewuchs. Z.B. an Dünen, in Heiden und Steppen, bewohnt aber auch lichte Nadelwälder. In den Alpen bis 1350 m, in den Pyrenäen sogar bis über 2500 m (Grimm 1985). In Dünen und Halbtrockenrasen der Küsten und des Binnenlandes, in Heiden weniger häufig, Einzelfunde von sandigen Ufern der Osteseeküste; Hinweise auf Vertrittempfindlichkeit in Nordseedünen. In Heiden bevorzugt in beweideten Bereichen. (Reinke & Irmler 1994)

Halotolerant, auf Salzwiesen vorkommend (Finch 2008).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Literatur

Quellen

  • Finch OD (2008): Webspinnen, Weberknechte und Pseudoskorpione der Ostfriesischen Inseln. Schriftenreihe Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer 11, S. 103–112.
  • Grimm U (1985): Die Gnaphosidae Mitteleuropas (Arachnida, Araneae). Abhandlungen des Naturwissenschaftlichen Vereins in Hamburg 26, 318 S., ISSN 0173-7481.
  • Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2012): Spinnen Europas. Version 01.2012. Online https://www.araneae.nmbe.ch, doi:10.24436/1.
  • Reinke HD & Irmler U (1994): Die Spinnenfauna (Araneae) Schleswig-Holsteins am Boden und in bodennaher Vegetation. Faun.-Ökol. Mitt. Supplement 17, S. 1–147, ISSN 0430-1285.
  • World Spider Catalog (2015): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 16.5, abgerufen am 2015-11-27, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise