Zelotes apricorum

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Zelotes apricorum (L. Koch, 1876)
Gras-Schwarzspinne
Zelotes-apricorum Ungarn-Buekk 09-05 01.jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Gnaphosidae (Plattbauchspinnen)
Gattung: Zelotes (Schwarzspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:028115
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien LC
[CZ] Oberschlesien ?
[D] Deutschlands=?=*
[D] Mecklenburg-Vorp.?== D
[D] Niedersachsen D
[D] Niedersachsen (H) D
[D] Niedersachsen (T) D
[D] Nordrhein-Westfalens===*
[D] Schleswig-Holsteinh=(↓)-D*
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien ?
[PL] Tschenstochau ?

Zelotes apricorum gehört der Zelotes subterraneus-Gruppe an (Grimm 1985).

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 6,5 bis 9 mm, Männchen 5 bis 6 mm (Roberts 1996).

Braunschwarz bis schwarz.

Vulva mit nach vorne verlaufenden Blindsäcken.

Pedipalpus mit einer mitunter fast transparenten lappenförmigen Apophyse am distalen Bereich des gekrümmten Embolus. (Grimm 1985)

Ähnliche Arten

Zelotes subterraneus. Das Männchen hat einen sehr ähnlichen Pedipalpus, das Weibchen in der Regel eine identische Epigyne und ist nur über die Vulva (fehlende Blindsäcke) zu unterscheiden. Bei männlichen Z. subterraneus fehlt die lappenförmige Apophyse am Embolus.

Zelotes GGMASS subterr Ped embolus markiert.jpg Das Bild zeigt den Pedipalpus von Zelotes subterraneus. Es ist der distale fast transparente Lappen von Zelotes apricorum eingezeichnet. Dieses Merkmal ist entscheidend bei der genitalen Unterscheidung anhand der Männchen.

Taxonomie

Insgesamt ist im Verbreitungsgebiet mit gebietsabhängigen (auch genitalen) Variationen zu rechnen. So sind z.B. Tiere aus Südtirol größer als Tiere aus Mitteleuropa und haben eine stärker ausgeprägte Embolus-Apophyse. (Grimm 1985)

Etymologie

Apricorum entstammt dem Latein (apricor) und bezieht sich auf den Lebensraum: „An sonnigen Plätzen” (Parker 1999).

Lebensraum

Lichte Laubwälder in der Ebene und Mittelgebirge. Steigt in den Alpen bis auf 2000 m. Dort z.B. unter Steinen einer Grasheide. Auch auf Trockenrasen. (Grimm 1985) In alpinen Zirbelwäldern (Rief & Ballini 2017). Besonders im Birkenbruchwald und Knicks auf sandigen Böden, im Hochmoor seltener und auf lockere Birkenbestände angewiesen, vereinzelt auf Sandäckem, Heiden und Grünland in der Nähe von Waldrändern (Reinke & Irmler 1994).

Verbreitung

Zelotes apricorum ist in Europa bis Kasachstan verbreitet (World Spider Catalog 2015).

In Deutschland selten und verstreut nachgewiesen (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise