Xerolycosa miniata

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Xerolycosa miniata (C. L. Koch, 1834)
Xerolycosa miniata W 8-01834.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Lycosidae (Wolfspinnen)
Gattung: Xerolycosa
Reifezeit (Nentwig W. et al. 2012)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:019412
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten D
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh=?=*
[D] Berlinsh==*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württemberg V
[D] Mecklenburg-Vorp.mh== *
[D] Niedersachsen G
[D] Niedersachsen (H) G
[D] Niedersachsen (T) G
[D] Nordrhein-Westfalenh<(↓)=*
[D] Schleswig-Holsteinmh==-D*
[D] Sachsen 4
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme
  • Lycosa miniata

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 5,5 bis 6,5 mm, Männchen 4,5 bis 5,5 mm (Roberts M. J. 1996).

Grundton sandfarben, Prosoma dunkel bis hellbraun, mit hellerem, breiten Mittelstreifen. Dieses hat am Ende des vorderen Drittels eine kleine Einschnürung (Locket G. H. & A. F. Millidge 1953). Sternum schwarz. Helle laterale Seitenbänder zumindest in der hinteren Hälfte des Prosomas ausgeprägt. Opisthosoma mit undeutlichen, an den Seiten mit hellen Punkten durchsetzten Winkelflecken. Beine mit relativ dunklen Femora, restliche Glieder hell.

Weibchen

Chelizeren: Vorderer Pfalz 2 Zähne, hinterer mit nur einem Zahn, welcher aufgrund der starken Behaarung kaum zu erkennen ist. Epigyne mit Scapus, Gruben länger als breit.

Männchen

Pedipalpus nicht einfach zu unterscheiden, Medianaophyse verlängert und nimmt eine größere Fläche ( vor allem seitlich) ein. Chelizeren: Vorderer Pfalz mit 3 kleinen Zähnen.

Ähnliche Arten

Im Gegensatz zur im Durchschnitt größeren X. nemoralis ist die Fläche zwischen Prosomarand und Mittelstreifen dünn mit hellen Haaren besetzt. Auch ingesamt wirkt Xerolycosa miniata heller und hat nie einen rotbraunen Einschlag (Locket G. H. & A. F. Millidge 1953).

Lebensraum

Xerolycosa miniata bevorzugt offene, trockene, sandige Lebensräume, z. B. Sandmagerrasen und Heide (Roberts M. J. 1996).

Halotolerant, auch auf Salzwiesen der Nordsee vorkommend (Finch O.-D. 2008).

Verbreitung

Xerolycosa miniata ist paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2015).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Finch O.-D. (2008): Webspinnen, Weberknechte und Pseudoskorpione der Ostfriesischen Inseln. Schriftenreihe Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer 11, 103–112.
  • Locket G. H. & A. F. Millidge (1953): British Spiders Vol. II. Ray Society, 449 S.
  • Nentwig W., T. Blick, D. Gloor, A. Hänggi & C. Kropf (2012): Araneae, Spinnen Europas (Bestimmungsschlüssel). Universität Bern.
  • Roberts M. J. (1996): Collins Field Guide. Spiders of Britain and Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2015): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 16.5, abgerufen am 2015-08-05, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise