Walckenaeria atrotibialis

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Walckenaeria atrotibialis (O. P.-Cambridge, 1878)
Schwarzkopf-Zierköpfchen
Walckenaeria-atrotibialis Paulinzella-5332 16-07 03-female.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Walckenaeria (Zierköpfchen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:013237
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh===*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.mh= *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh===*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau ?
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Walckenaeria melanocephala
  • Wideria melanocephala

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 2,2 bis 2,8 mm, Männchen 2 bis 2,5 mm (Roberts 1993).

Beine: Wiehleformel 2-2-1-1 (Roberts 1993)

Weibchen

Prosoma glatt glänzend gelbbraun mit Andeutungen schwarzer Zeichnungen. Ein größerer fünfeckiger Fleck und feine konzentrische Linien. Sternum schwach geschwärzt. Vorn etwas erhöht, nach hinten fast konkav eingedrückt. Augen: Vordere Augenreihe gerade. Die vorderen Seitenaugen wenigstens doppelt so groß wie die Mittelaugen. HAR schwach prokurv. Seitenaugen unbedeutend größer als die Mittelaugen, welche nur wenig größer sind als die VMA. Beine gelbbraun mit schwärzlichen Tibien. Tibia I und IV mit einem dorsalen Stachel in der basalen Hälfte. Metatarsen I und IV mit Trichobothrium im apikalen Teil nahe der Gliedmitte. Opisthosoma schwarzgrau. (Tullgren 1955)

Pedipalpen des Weibchens geringfügig verdickt. Chelizeren: vorderer Pfalz zahnlos, hinterer mit 5 Zähnchen; vier gruppiert,ein weiterer nach oben etwas abgesetzt. Chelizerenbezahnung von Haaren gesäumt, welche vorn länger sind als die hinteren.

Männchen

Walckenaeria atrotibialis f Augenstellung dorsal.jpg Augen: HAR gerade oder leicht prokurv, vordere Augenreihe deutlich rekurv. VMA deutlich kleiner als die vorderen Seitenaugen.

Lebensraum

Euryöke Art, die sowohl in Laub- und Nadelwäldern als auch im gesamten Hochmoorbereich häufig vorkommt, auch in Salzwiesen und Feuchtbiotopen der Ostsee sowie in Dünen und Halbtrockenrasen nicht selten, in Knicks und Heiden dagegen weniger gefunden, vereinzelt auf Sandäckern und im Grünland; hemiskotophil, (hemi)xerophil (Reinke & Irmler 1994).

Verbreitung

Holarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2015).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Nentwig W, Blick T, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2012): Araneae, Spinnen Europas (Bestimmungsschlüssel). Universität Bern.
  • Reinke HD & Irmler U (1994): Die Spinnenfauna (Araneae) Schleswig-Holsteins am Boden und in bodennaher Vegetation. Faun.-Ökol. Mitt. Supplement 17, S. 1–147, ISSN 0430-1285.
  • Roberts MJ (1993): The Spiders Of Great Britain And Ireland, Volume 2. Linyphiidae and Check List. Harley Books. ISBN 978-0946589463, 204 S.
  • Tullgren A (1955): Zur Kenntnis schwedischer Erigoniden. Arkiv för Zoologi 2 (7/20), S. 295–389.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2015): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 16.5, abgerufen am 2015-12-01, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise