Trogulus tricarinatus

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Trogulus tricarinatus Linnaeus, 1767
Trogulus sp-020411-moelln-(600px).jpg
Trogulus tricarinatus
Systematik
Ordnung: Opiliones (Weberknechte)
Familie: Trogulidae (Brettkanker)
Gattung: Trogulus
Reifezeit (Martens J. 1978)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlandh=?=*
[D] Berlin *
[D] Sachsen-Anhalt G
[NO] Norwegen DD
[SE] Schweden NT

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 5,3 bis 5,8 mm (selten 4,7 mm), Männchen 4,6 bis 6,5 mm. Trogulus tricarinatus ist die kleinste Trogulus-Art. (Martens J. 1978)

Das Endglied des Tarsus des Laufbeins Ⅱ ist fast doppelt so lang wie das Grundglied, wobei dieses Bein länger als der Körper des Tieres ist. Die Proportionen von Laufbein Ⅱ sind jedoch insgesamt recht variabel. Die dorsale Färbung und Zeichnung ist einheitlich erdbraun. Der Pedipalpus ist ohne spezifische Besonderheiten. (Martens J. 1978)

Ähnliche Arten

Grundsätzlich ähneln sich alle Trogulus-Arten.

Endglied Beinpaar 2 Troglus sp 2014-04-12 Ratekau-foto.jpg Für die Bestimmung von Trogulus tricarinatus kommt es auf die Länge der ersten beiden Glieder des 2. Beinpaars an. Wenn die Gesamtspanne dieser beiden Glieder 1,2 mm nicht überschreitet, handelt es sich sicher um Trogulus tricarinatus.

Lebensraum

Besiedelt sehr unterschiedliche Habitate. Vorzugsweise jedoch Waldformationen von bodenfeuchten Auwaldgesellschaften über mesophile Wälder bis hin zu vergleichsweise trockenen Wäldern auf Sandboden (z. B. Kiefernwald). Kommt ebenso in trockenen Gebüschen und auf Trockenrasen vor. Wurde in Höhen von nahe Meeresniveau bis 2000 m ü. NN nachgewiesen. (Martens J. 1978)

Oft halten sich die Tiere unter Holz, Schutt, alten Backsteinen, Betonblöcken und in der oberen Bodenschicht auf. (Wijnhoven H. 2005)

Fundort von Trogulus tricarinatus in Mölln (Schleswig-Holstein, Deutschland). Halbfeuchte Laubstreu vor feuchtem Weideland im April.

Lebensweise

Mehrjährige Art. Ablage der Eier wie bei Trogulus nepaeformis in leere Schneckengehäuse, mit derbem Gespinst nach außen isoliert. (Martens J. 1978)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise