Trochosa ruricola

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Trochosa ruricola (De Geer, 1778)
Feld-Nachtwolf
DSC04033 Trochosa ruricola. W - 9 mm.JPG
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Lycosidae (Wolfspinnen)
Gattung: Trochosa (Nachtwölfe)
Reifezeit (Bellmann 2010)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:019347
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh===*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.h== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh===*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Lycosa ruricola
  • Trochosa joshidana

Merkmale

Körperlänge: Weibchen werden 9 bis 14 mm lang, Männchen 7 bis 9 mm (Roberts 1996).

Prosoma mit helleren Median- und Lateralbändern, dazwischen olivbraun. Für die Gattung typische Brillenzeichnung vorhanden. Sternum hellbraun. Opisthosoma olivbraun mit hellem, gelblichen Spießfleck im vorderen Bereich. Dieser ist oft dunkler eingerahmt. Dahinter undeutliche hellere Punkte von abnehmender Größe. Seitlich davon dunklere Balken oder Punkte. Beine gelbbraun. (Locket & Millidge 1951)

Weibchen

Trochosa-ruricola Rhoen-Bischofsheim vulv.jpg Die Vulva der Weibchen ist gekennzeichnet durch konvexe Innenränder der obereren Verbreiterungen (schwarz), sehr kurze Anhänge an den Spermatheken (rot) und deutliche Einschnürungen der Einführgänge (grün). (Hepner & Milasowszky 2006)

Männchen

Beine: Tarsen, Metatarsen und Tibien des ersten Beinpaares verdunkelt. Pedipalpus mit Kralle und relativ langer Tibia. (Locket & Millidge 1951)

Ähnliche Arten

Trochosa robusta trägt ebenfalls eine Kralle am männlichen Pedipalpus, diese ist jedoch schwächer und weniger stark gekrümmt. (Locket & Millidge 1951).

Trochosa palp vergleich HLovbrekke.jpg Vergleich Pedipalpus von T. terricola,T. spinipalpis und Trochosa ruricola
Trochosa embolus vergleich HLovbrekke.jpg Vergleich des Embolus von T. terricola,T. spinipalpis und Trochosa ruricola

Lebensraum

Trochosa ruricola kommt in warmen, leicht feuchten Lebensräumen vor, dort im Moos und unter Steinen (Roberts 1996). In alpinen Lärchenwäldern (Rief & Ballini 2017).

Halotolerant, auch auf Salzwiesen der Nordsee vorkommend (Finch 2008). Auf Salzwiesen typische Art des unteren Rotschwingelrasens (unteres Festucetum) (Meyer et al. 1997).

Ökologischer Typ: Eurytope Freiflächenart (lebt in allen unbewaldeten Lebensräumen unabhängig von der Feuchtigkeit) (Platen & von Broen 2005).

Verbreitung

Trochosa ruricola ist holarktisch und auf den Bermudas verbreitet (World Spider Catalog 2016).

In Deutschland sehr häufig nachgewiesen (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise