Theridion uhligi

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
Zur Navigation springenZur Suche springen
Theridion uhligi Martin, 1974
Sandrasen-Kugelspinne
20160613121008-51411691-xs.jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Theridiidae (Kugelspinnen)
Gattung: Theridion (Echte Kugelspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2013)
Monat:123456789101112
_ _ _ _ start end _ _ _ _ _ _
_ _ _ _ start end _ _ _ X _ _
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:008756
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlandss<?=2
[D] Berlins(<)=-G
[D] Brandenburg 3
[D] Mecklenburg-Vorp.?== 2

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 2,6 bis 3,1 mm, Männchen 2 bis 2,7 mm. (Nentwig et al. 2013)

Weibchen

Prosoma: Gelbbraun. lateral mit breitem schwarzen Rand, welcher bis zu den Hinteraugen reicht. Schwarzbrauner Mittelstreifen, welcher sich im Bereich der Fovea verbreitert und in der Augenregion auflöst. Augen: Vordere Augenreihe rekurv, <dfn class='begriff' title='VMA'>VMA etwas größer als VSA. Abstand zwischen den VMA kleiner las ihr Durchmesser, zu den Seitenaugen kleiner als ihr Radius. HAR gerade, Augen gleich groß. Hintere und vordere Seitenaugen berühren sich. Beine: Graugelb mit brauner Fleckung. Femur, Tibia und Metatarsi ventral mit Mittel- und Endring. Tarsen apical dunkel. Mittelring an Tibia und Metatarsus nur angedeutet, an den Femora hingegen deutlich. Femur Ⅰ dorsal mit Längsstreifen in der basalen Hälfte, Patellen mit braunen Streifen. Beinformel 1, 4, 3, 2. Pedipalpen gefärbt wie die Beine, alle Glieder distal verdunkelt. Clypheus unter den Augen leicht konkav, über dem Chelizerenansatz mit breiter Verdunkelung. Chelizeren lang und schmal, gelb, sistal lateral braun gefärbt. Voerderer Pfalzrand mit großem, wenig chitinisiertem Zahn. Klaue kurz und wenig gebogen. Sternum länger las breit, gelb, an den Seiten breit dunkelbraun gerandet. Labidum dunkelbraun, an der Basis dreieckig aufgehellt. Gnathocoxen gelbbraun, dunkel überhaucht. Coxen graugelb, apical ventral mit dunkelbraunem Fleck. Opisthosoma: Wenig kontrastreich, Grundfärbung weiß mit feiner dunkler Netzzeichnung. Weißes, wellig begrenztes, braun gerandetes Mittelband, von dem ausgehend, undeutliche durch verschieden große braune Flecken gebildete Streifen an der Seite herunter laufen, welche eine Segmentierung andeuten. Die Haare auf dem Opisthosoma erscheinen wie winzige Federn. Ventral weiß mit breiter schwarzer Verdunkelung vor den Spinnwarzen. Spinnwarzen: Braun, breit schwarz unrandet, lateral von kleinen weißen Flecken flankiert. (Martin 1974).

Männchen

Prosoma: Blassgelb mit medianer Band und zwei seitlichen Bändern. Sternum: Schwarz mit großem gelben dreieckigem Fleck. Opisthosoma: Weißlich, wellenförmigen schwarzen Band beim Männchen nicht so deutlich wie beim Weibchen. Beine: Gelblich weiß, Patellen braun, Femora Ⅰ und Ⅱ mit einem Ring, Segmente apikal verdunkelt. Beinformel: 1,4,2,3. (Jocqué 1977)

Taxonomie

Das Männchen wurde 1977 von Joqué als Theridion hublei beschrieben (Jocqué 1977), welche später mit T. uhligi synonymisiert wurde (World Spider Catalog 2017).

Etymologie

Benannt nach dem Sammler, Herrn Manfred Uhilig (Martin 1974).

Lebensraum

In trockenen, sandigen Gebieten mit Heidekraut oder Pinien (Nentwig et al. 2013). Exponierte Trockenrasen mit lückiger Vegetation (Unruh 2016).

Verbreitung

Europa (World Spider Catalog 2017).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise