Thanatus formicinus

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Thanatus formicinus (Clerck, 1757)
Formicaria Hufeisen 08-05 04.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Philodromidae (Laufspinnen)
Gattung: Thanatus
Reifezeit (Bellmann H. 2010)
Monat:123456789101112
_ _ start X X X end _ _ _ _ _
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:030012
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten V
[CZ] Tschechien LC
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandmh<?=V
[D] Berlinss<<↓↓-1
[D] Brandenburg 2
[D] Baden-Württemberg V
[D] Bayern 3
[D] Bayern Av/A 3
[D] Bayern OG 3
[D] Bayern SL 3
[D] Bayern T/S 3
[D] MVes== 2
[D] Niedersachsen 1
[D] Niedersachsen (T) 1
[D] NRWss<(↓)=2
[D] Sachsen 3
[GB] Großbritannien VU
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau ?

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 6,9 bis 12 mm, Männchen 5,2 bis 7,4 mm (Nentwig W. et al. 2012).

Grundfarbe gelblich bis graubraun, am ganzen Körper weißlich oder hell grau behaart. Das Prosoma besitzt etwas abgedunkelte Seiten. Rechts und links des Kopfes laufen zwei schmale weiße Linien nach hinten.

Das Opisthosoma trägt einen sehr schwarzen, weiß gesäumten Spießfleck. Seitlich sind oft undeutliche weißliche Flecken zu erkennen.

Die Männchen sind dunkler, eher graubraun in der Erscheinung.

Verbreitung

Holarktis (World Spider Catalog Association 2017).

Lebensraum

Thanatus formicinus ist eine wärmeliebende Art und lebt auf Halbtrockenrasen, Trockenrasen sowie in xerothermen Waldsteppen (Nentwig W. et al. 2012) und auf Silbergrasfluren (Finch O.-D. 2005). Auf sonnenexponierten Trockenhängen fehlt sie.

Lebensweise

Die Beute wird optisch wahrgenommen (die Tiere sehen scheinbar sehr gut), über einige Zentimeter verfolgt, mit allen Beinen gepackt und gebissen. Danach hält die Spinne die Beine sofort weit vom Opfer entfernt. Beim Beutefang wirken die Tiere (v.a. trächtige Weibchen) äußerst aggressiv und couragiert. Auch wehrhafte Beute, die größer ist als die Spinne selbst, wird angegriffen und mühelos überwältigt (z.B. Pisaura mirabilis). Das Gift wirkt auffallend schnell.

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise