Tegenaria parietina

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Tegenaria parietina (Fourcroy, 1785)
Südliche Hauswinkelspinne
Parietina female landau.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Agelenidae (Trichternetzspinnen)
Gattung: Tegenaria (Kleine Winkelspinnen)
Reifezeit (Heimer & Nentwig 1991)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:021270
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlandss??=D
[D] Nordrhein-Westfalenss===*
[SK] Slowakei V*

Merkmale

Körperlänge: Weibchen und Männchen erreichen 11 bis 20 mm (Heimer & Nentwig 1991).

Große, auffallend langbeinige Tegenaria-Art.

Prosoma dorsal gelblich grau, mit zwei undeutlichen Längsbändern und dunkler Randung mit regelmäßigen Einbuchtungen. Chelizeren mit drei bis vier Zähnen am inneren Rand (Locket & Millidge 1953). Opisthosoma mit graubrauner Grundfarbe. Dorsal mit einem hellen, gelben oder rötlichen, Längsband, das an den Seiten mit hellen Punkten besetzt ist. Beine gelbgrau, bei Weibchen oftmals zeichnungslos, bei juvenilen Tieren jedoch mit dunkler Ringelung. Männchen eindrucksvoll, mit sehr langen Beinen (11 cm Spannweite), einer bleicheren Grundfarbe und einer verwascheneren Zeichnung. Beine einfarbig gelbgrau bis graubraun. (siehe Bilder)

Genitalmerkmale

Tegenaria landau epigyne markiert.jpg Epigyne gleichmäßig gebogen. Seitenbereiche mit flach gewinkelten Ecken.
800px-Parietina bulbus rl aufgerichtet.jpg Pedipalpus mit auffallend langgezogenem Cymbium.

Ähnliche Arten

Tegenaria parietina ähnelt aufgrund ihrer Zeichnungselemente und Färbung Tegenaria ferruginea, ist aber von dieser einfach zu unterscheiden, da letztere im Vergleich mehr und schmalere Ringzeichnungen an den Beinen aufweist. Darüber hinaus ist T. ferruginea kurzbeiniger und kräftiger gebaut. Ebenso unterscheiden sich die beiden Arten genital.

Lebensraum

Tegenaria parietina bewohnt Felsspalten und Gebäude (synanthrop) (Heimer & Nentwig 1991).

Verbreitung

Europa, Nordafrika bis Zentralasien. Eingeschleppt nach Jamaica, Paraguay, Südafrika und Sri Lanka (World Spider Catalog 2020). In Deutschland nur wenige Nachweise im Westen (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Arachnologische Gesellschaft (2020): Atlas der Spinnentiere Europas.
  • Heimer S & Nentwig W (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. ISBN 3-489-53534-0, 543 S.
  • Locket GH & Millidge AF (1953): British Spiders Vol. II. Ray Society, 449 S.
  • World Spider Catalog (2020): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 21.0, abgerufen am 2020-06-06, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise