Tapinopa longidens

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Tapinopa longidens (Wider, 1834)
Longidens Dammbachsgrund 07-12 01.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Baldachinspinnen)
Gattung: Tapinopa
Reifezeit (Bellmann 2010)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:012859
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandh===*
[D] Berlins===*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.s== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalenh===*
[D] Schleswig-Holsteinh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme
  • Linyphia lithoba
  • Linyphia longidens
  • Linyphia tardipes
  • Micryphantes tesselatus
  • Tapinopa unicolor

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 3,5–5,0 mm, Männchen 4,0 mm (Wiehle 1956).

Grundfarbe braun bis dunkelbraun. Prosoma langoval mit stumpfer Kopfpartie, Verdunklungen. Sternum dunkelbraun mit dunklem Rand. Chelizeren dunkelbraun. Beine kurz und kräftig, braun, verschwommen geringelt (Ringelung beim Weibchen klarer als beim Männchen): Femur mit Mittelring, Tibia mit einem mehr basal liegenden Ring. (Wiehle 1956) Wiehleformel: 2-2-2-2 (Roberts 1993). Opisthosoma: Oberseite grau mit weißen Flecken, dunkel gegen die Seiten abgeschlossen, 3 Paar dorsaler Flecke, dann Winkelquerbinde, schließlich 1–2 gerade Querbänder. Unterseite dunkelbraun bis schwarz. (Wiehle 1956)

Tapinopa longidens Goitsche Kiefernforst leg EMerches fem.jpg Die Art besitzt auffällig lange, die Kieferklauen überragende dornenförmige Zähne auf dem vorderen Chelizerenfurchenrand (im Bild hinten). Die hinteren sind ebenfalls relativ groß.

Weibchen

Beim Weibchen ist der mittlere Teil der Epigyne stark vorgewölbt und ist in lateraler Ansicht deutlich zu erkennen.

Männchen

Prosoma: Borsten zwischen und hinter den MA. Pedipalpus: Patella mit geschwungen gebogener Borste. Tibia nach unten vorgewölbt, ohne Hauptborste. Ausbuchtung des Cymbiums am Ende zweiteilig. Embolus: Spermakanal ohne Fickertsche Drüse. (Wiehle 1956)

Lebensweise

Die Art baut ein für Baldachinspinnen ungewöhnliches Netz. Es wird in Wäldern am Boden unter Steinen oder Totholz angelegt. Die dichte Netzdecke wird an den Seiten nach unten geführt und unten mit einem Bodengespinst verbunden, sodass eine ringsum geschlossene Blase entsteht, in der die Spinne – geschützt vor der Umwelt – lebt.

Oft kann man durch die Netzhaut ein oder zwei weiße Kokons sehen, die an der Innenseite angesponnen werden. Tapinopa longidens betreibt keinerlei Brutpflege oder Kokonbewachung (Finch 2001).

Lebensraum

Tapinopa longidens ist in Wäldern am Boden zu finden, z. B. in Moos. Dort baut sie ihr wenige Zentimeter kleines Baldachinnetz direkt am Boden und hält sich an der Netzunterseite auf.

Verbreitung

Europa bis Asien (World Spider Catalog Association 2017).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Bellmann H (2010): Der Kosmos Spinnenführer: Über 400 Arten Europas. Kosmos. 1. Auflage. ISBN 3-440-10114-2, 429 S.
  • Finch OD (2001): Zönologische und parasitologische Untersuchungen an Spinnen (Arachnida, Araneae) niedersächsischer Waldstandorte. Martina Galunder-Verlag, Nümbrecht. ISBN 3-931251-70-5, 199 S.
  • Roberts MJ (1993): The Spiders Of Great Britain And Ireland, Volume 2. Linyphiidae and Check List. Harley Books. ISBN 978-0946589463, 204 S.
  • Wiehle H (1956): Spinnentiere oder Arachnoidea (Araneae). 28. Familie Linyphiidae-Baldachinspinnen. Tierwelt Deutschlands 44, S. 1–337.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2017): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 18.5, abgerufen am 2017-10-27, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise