Tapinocyba affinis

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Tapinocyba affinis Lessert, 1907
Bergwald-Grubenköpfchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Tapinocyba (Grubenköpfchen)
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:012814
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten D
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien ?
[D] Deutschlands===*
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole NT
[PL] Oberschlesien NT
[PL] Tschenstochau ?

Merkmale

Körperlänge: Beide Geschlechter erreichen bis zu 1,5 mm (Wiehle 1960).

Prosoma satt braun bis rotbraun. Augenstellung: Unterschiede zu T. pallens — wenn wirklich konstant vorhanden- zu Bestimmungszwecken nicht geeignet. Sternum hell braun, meist schwarz übertönt und dann der Hand dunkler. Chelizeren: Stridulationsrillen enger gestellt als bei T. pallens . Vorderer Klauen­furchenrand mit 5 + 1 Zähnen, der 6. sehr klein und mitunter fehlend, hinterer Rand mit 5 Zähnchen. Beine: Femur Ⅰ 3/5 Länge des Prosomas. Beine hellbraun. Alle Tibia mit einer Borste, so lang wie der Durchmesser des Gliedes oder etwas kürzer (aus­nahmsweise auf Ⅳ länger als der Durchmesser), Stellung etwa 0,10 (auf Ⅳ mitunter 0,20). Becherhaar auf 1 und Ⅱ 0.50. auf Ⅲ 0,40. Tarsus 9/10 Länge des Metatarsus (beim Männchen am Ⅳ. Bein relativ kürzer: 0,75 Metatarsus). Zähne der paarigen Tarsuskrallen wie bei T. insecta. Opisthosoma: Grau, dunkelgrau bis schwarz. Epigaster heller. (Wiehle 1960)

Weibchen

Epigyne sich braun bis dunkelbraun abhebend. Ähnlich wie bei T. pallens , aber doch gut zu unter­ scheiden: die vorn liegenden durchscheinenden Einführungsgänge nach innen kreisbogenförmig gerundet (diese Rundungen sind bei T. pallens außen), außerdem das vordere Mittelstück von der Deck­lamelle scheinbar durch parallele Einschnitte abgetrennt. Vulva: Deutlich in den Einführungsgängen verschieden. (Wiehle 1960)

Männchen

Prosoma vorn im Kopfabschnitt dunkel gerundet. Depressionsfurche breiter als bei T. pallens. Pedipalpus: Patella gut zweimal so lang wie am Ende breit. Tibia mit zwei ungleich langen Apophysen, die innere Apophyse länger, stärker chitinisiert, ohne Behaarung. Die äußere von der Seite betrachtet, am Ende schräg abgeschnitten. Embolus: Mündung des Spermaschlauches ebenfalls vor dem Ende liegend. (Wiehle 1960)

Ähnliche Arten

In Größe und Gestalt Tapinocyba pallens sehr ähnlich (Wiehle 1960).

Große Ähnlichkeit mit Tapinocyba affinis orientalis und Tapinocyba affinis pyrenaea; das Weibchen kann nicht von dieser durch die Genitalien unterschieden werden (Nentwig et al. 2018).

Etymologie

Affinis stammt aus dem Latein (adfinis) und bedeutet angrenzend, benachbart, aber auch durch Heirat verwandt (Parker 1999).

Lebensraum

Hochgebirge und Gipfellagen der Mittelgebirge (Nentwig et al. 2018), auch in geringen Höhen der Mittelgebirge (Wiehle 1960).

Verbreitung

Europa (World Spider Catalog 2017).

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise