Stegodyphus lineatus

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Stegodyphus lineatus (Latreille, 1817)
S.lineatus.JPG
Stegodyphus lineatus
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Eresidae (Röhrenspinnen)
Gattung: Stegodyphus
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:005886
Gefährdung nach Roter Liste
Rote Liste-Daten liegen uns für dieses Taxon nicht vor.
Synonyme
  • Eresus acanthophilus
  • Eresus adspersus
  • Eresus arenarius
  • Eresus lineatus
  • Eresus unifasciatus
  • Stegodyphus adspersus
  • Stegodyphus lineatus deserticola
  • Stegodyphus molitor
  • Stegodyphus quadriculatus

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 10–15 mm, Männchen 8–12 mm (Bellmann 2001).

Plumpe Erscheinung mit massigem Körper. Färbung meist weißgrau, allerdings auch sehr variabel von fast weiß über gelb-braun bis ganz schwarz. Meist zwei Längsbinden auf dem Opisthosoma, die aber auch in Flecken aufgelöst sein können. Desweiteren strichartige Flecken auf dem gesamten Opisthosoma. Auf dem Prosoma ist manchmal eine schwarze dreieckige Gesichtsmaske erkennbar, die hell umrandet ist.

Die Augenstellung ähnelt der der Schwestergattung Eresus.

Lebensweise

Cribellater Netzbauer. Das Fangnetz besteht aus unkoordiniert wirkenden Fangwollfäden und wird im Dornengestrüpp in Form eines 20 bis 30 cm großen Rahmens zwischen Zweigen aufgehängt. Es mündet in eine ca. 5 cm lange Röhre, in welcher die Spinne sitzt. Beutetiere (Insekten), die sich in der Fangwolle verheddern, werden über die ausgelösten Erschütterungen wahrgenommen und von der Spinne nach Giftbiss in die Wohnröhre gezogen. (Bellmann 2001)

In der Wohnröhre finden auch Paarung und Eiablage statt. Nach dem Schlupf der Jungspinnen werden diese von der Mutter mit vorverdauter Nahrung von Mund zu Mund gefüttert. Später fressen Jungspinnen und Muttertier gemeinsam an Beutetieren. (Bellmann 2001)

Stegodyphus lineatus bildet Kolonien. Man findet meist mehrere Fangnetze, jedoch mit Abstand zueinander, in unmittelbarer Nachbarschaft. Jedoch wird kein gemeisames Netz angelegt oder benutzt, und es sind keine Sozialgefüge (gemeinsamer Beutefang, Fütterung von fremden Jungen) zwischen den Tieren zu erkennen, wie von tropischen Stegodyphus-Arten bekannt. (Bellmann 2001)

Lebensraum

Meist an niedrigem Dornengebüsch in sonnenexponierter Lage (Bellmann 2001). Exemplare wurden auch in Meeresstrandnähe an Dornengestrüpp gefunden.

Verbreitung

Von Südeuropa bis nach Zentralasien. In Europa nur in einigen Bereichen im südlichen Mittelmeerraum, Südportugal, Südspanien, Südgriechenland mit Kreta. (Bellmann 2001) Europa, Nordafrika nach Tadschikistan (World Spider Catalog Association 2015).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise