Singa hamata

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
Wechseln zu: Navigation, Suche
Singa hamata (Clerck, 1757)
Singa hamata m-800.jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Araneidae (Radnetzspinnen)
Gattung: Singa
Reifezeit (Bellmann H. 2010)
Monat:123456789101112
_ _ _ _ start X X end _ _ _ _
_ _ _ _ start end _ _ _ _ _ _
Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:017047
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandh===*
[D] Berlinss===*
[D] Brandenburg *
[D] MVs== *
[D] Niedersachsen 3
[D] Niedersachsen (H) 3
[D] Niedersachsen (T) 3
[D] NRWmh===*
[D] SHss===D*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 5 bis 6 mm, Männchen 3 bis 4 mm (Roberts M. J. 1995).

Prosoma dunkelbraun, Kopfregion oft dunkler. Sternum dunkelbraun bis schwarz. Beine gelbbraun, mitunter an den Übergängen der einzelnen Glieder dunkel gefärbt. Metatarsi Ⅰ und Ⅱ mit einem dorsalen Stachel. (Locket G. H. & A. F. Millidge 1953) Opisthosoma lang oval und oberseits weiß mit zwei breiten dunkelbraunen Längsbinden, die etwa in der Hinterleibsmitte durch mehrere weiße Querstreifen unterbrochen sind (Bellmann H. 2001).

Männchen

Beinpaar Ⅰ und Ⅱ dunkler als Ⅲ und Ⅳ (Locket G. H. & A. F. Millidge 1953).

Lebensraum

An offenen, etwas feuchten Stellen mit niedriger Vegetation. Z. B. auf Feuchtwiesen und in feuchten Heidegebieten (Bellmann H. 2001). Auf Gebüsch in Wassernähe (Bösenberg W. 1899). Ökologischer Typ: Eurytope Freiflächenart (lebt in allen unbewaldeten Lebensräumen unabhängig von der Feuchtigkeit) (Platen R & B. von Broen 2005).

Lebensraum von Singa hamata: Heide- und Moorlandschaft Naturschutzgebiet „Baker Heide“ im Kreis Segeberg (Schleswig-Holstein, Deutschland)
Lebensraum von Singa hamata: Schilfbestand am Elbufer bei Hoopte (Niedersachsen, Deutschland)

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2015).

Lebensweise

Nachtaktive Art. Baut ihr Netz dicht über dem Boden und hält sich tagsüber meist in dicht zugesponnenen, trichterförmigen Schlupfwinkeln auf (Bellmann H. 2001) (siehe Fotos unten), welche nach unten offen sind. In diesen Verstecken findet auch die Eiablage statt. Später kann man die versammelten Jungtiere neben der Mutter finden (Bellmann H. 2010).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Bellmann H. (2001): Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Frankh-Kosmos Verlag. ISBN 3-440-09071-X, 304 S.
  • Bellmann H. (2010): Der Kosmos Spinnenführer: Über 400 Arten Europas. Kosmos. 1. Auflage. ISBN 3-440-10114-2, 429 S.
  • Bösenberg W. (1899): Die Spinnen der Rheinprovinz. Verh. Nat. Ver. Rheinl. Westf. (Stuttgart) 56, S. 69–131.
  • Locket G. H. & A. F. Millidge (1953): British Spiders Vol. II. Ray Society, 449 S.
  • Platen R & B. von Broen (2005): Gesamtartenliste und Rote Liste der Webspinnen und Weberknechte (Arachnida: Araneae, Opiliones) des Landes Berlin. Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege/Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Hrsg.): Rote Listen der gefährdeten Pflanzen und Tiere von Berlin., 79 S.
  • Roberts M. J. (1995): Collins Field Guide. Spiders of Britain & Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2015): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 16, abgerufen am 2015-05-27, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise