Silometopus reussi

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Silometopus reussi (Thorell, 1871)
Flaches Einzahnspinnchen
Silometopus reussi hann habitus Storvika i Grovfjord 7.8.2011 GHMorka.jpg
Männchen (Norwegen)
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Silometopus (Einzahnspinnchen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:012633
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[D] Deutschlandh===*
[D] Berlins?==*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.s== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalenss===*
[D] Schleswig-Holsteinmh===*
[NO] Norwegen LC
[SK] Slowakei V*

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 1,5 bis 2,0 mm, Männchen 1,3 bis 1,6 mm. (Roberts 1993)

Beine: Wiehleformel 1-1-1-1 und 0-0-0-0 (Roberts 1993).

Weibchen

Prosoma dunkelbraun mit schwarzer Außenkante. Haut glattglänzend mit strahelnförmig angeordneten Punktreihen. Sternum dunkelbraun mit geschwärzter Kante. Unbedeutend breiter als lang. Augen: Vordere Augenreihe fast gerade, Seitenaugen fast doppelt so groß wie die Mittelaugen. HAR schwach prokurv mit gleichgroßen Augen. Beine gelbbraun. Opisthosoma dunkelgrau. (Tullgren 1955)

Männchen

Farbe und Zeichnung wie beim Weibchen. Prosoma mit Sulci dicht vor den hinteren Mittelaugen. Hinten mit deutlichen Punktreihen. Chelizeren mit 2 großen Zähnen am vorderen Falzrand und nur einem am hinteren. Die Tibia des Pedipalpus ist von sehr charakteristischer Form. Sie hat an der dorsalen Seite eine grobe, nach vorn gerichtete, schwarze stachelartige Apophyse. Der breite basale Teil dieses Stachels nimmt die äußere Hälfte der Vorderkante ein. Er ist an seiner Basis dick und gegen Ende des Gliedes gerichtet, wird in der Mitte schmaler und biegt sich mit der nadelfeinen Spitze nach vorn. Auf dem Rücken dieses Stachels sitzt ein kleiner nach vorn gerichteter Zahn. Wenn man die Tibia von der Seite betrachtet, scheint dieser Stachel der dorsalen Seite zu entspringen. Der Bulbus hat einen sehr langen Embolus, welcher quer über die Außenseite des Bulbus verläuft. Der Bulbus ähnelt dem von S. elegans. (Tullgren 1955)

Lebensraum

An feuchten Stellen; z. B. unter Seetang am Meeresstrand (Tullgren 1955). In den städtischen Grünanlagen, Nutzgärten und am Straßenrand (Salzeinfluss?) sowie in den Kögen der Nordseeküste und den Salzwiesen der Ostseeküste; vereinzelt in Knicks, im Grünland und auf Äckern; hemiphotophil, hemihygrophil, halotolerant (Reinke & Irmler 1994).

Verbreitung

Europa und China (World Spider Catalog Association 2017).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Nentwig W, Blick T, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2012): Araneae, Spinnen Europas (Bestimmungsschlüssel). Universität Bern.
  • Reinke HD & Irmler U (1994): Die Spinnenfauna (Araneae) Schleswig-Holsteins am Boden und in bodennaher Vegetation. Faun.-Ökol. Mitt. Supplement 17, S. 1–147, ISSN 0430-1285.
  • Roberts MJ (1993): The Spiders Of Great Britain And Ireland, Volume 2. Linyphiidae and Check List. Harley Books. ISBN 978-0946589463, 204 S.
  • Tullgren A (1955): Zur Kenntnis schwedischer Erigoniden. Arkiv för Zoologi 2 (7/20), S. 295–389.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2017): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 18.5, abgerufen am 2017-10-23, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise