Saitis barbipes

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Saitis barbipes (Simon, 1864)
Haarbeinige Pfauenspinne
Saitis barbipes (36).jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Salticidae (Springspinnen)
Gattung: Saitis (Europäische Pfauenspinnen)
Reifezeit (Bellmann 2001)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:035956
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Nordrhein-Westfalenes===R
[D] Sachsen-Anhalt 1
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Saitis santaeufemiae

Merkmale

Körperlänge: 5 bis 6 mm. (Bellmann 2001)

Weibchen

Das Prosoma ist unscheinbar braun mit einem dunklen Augenfeld. Das dunkelbraune Opisthosoma trägt einen hellbraunen Längsstreifen, welcher im hinteren Teil eine Reihe dunklerer Winkelflecken besitzt. Die Beine sind braun und meistens ohne Zeichnung.

Männchen

Über den glänzenden, grünen Frontalaugen liegt ein roter Querstreifen, der sich an den Seiten des Prosomas bis zu den Hinteraugen fortsetzt und eine hellbraune Behaarung auf dunklem Grund einschließt, welche oftmals in einem spitzen Dreieck auf dem hinteren Teil des Prosomas ausläuft. Das Augenfeld ist weiß behaart, die Seiten des Prosomas sind dunkelbraun bis schwarz.

Auffälligstes Merkmal des Männchens ist sein stark vergrößertes drittes Beinpaar. Dieses ist leuchtend rot und bis zum Metatarsus an der dorsalen Kante mit durchgehend schwarzen Haaren besetzt, während die ventrale Behaarung zu den Spitzen hin oftmals weiß wird. Der Metatarsus selbst ist dicht schwarz behaart, der Tarsus leuchtend weiß. Die restlichen Beine sind gelb oder hellbraun und mit einer schmalen dunklen Ringelung versehen.

Das Opisthosoma ist dunkelbraun mit einem breiten hellbraunen Längsstreifen.

Lebensraum

An Mauern und Hauswänden (synanthrop). Aber auch an Felsen und auf Blockhalden. (Bellmann 2001)

Lebensweise

Dem Männchen dient sein auffälliges drittes Beinpaar als optisches Signal bei seinem komplexen Balztanz. (Bellmann 2001)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Bellmann H (2001): Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Frankh-Kosmos Verlag. ISBN 3-440-09071-X, 304 S.

Quellen der Nachweise