Robertus lividus

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Robertus lividus (Blackwall, 1836)
Gewöhnliche Mooskugelspinne
Lividus Paulinzella 08-07 04.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Theridiidae (Kugelspinnen)
Gattung: Robertus (Mooskugelspinnen)
Reifezeit (Roberts 1996)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:007977
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh===*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.mh>(↓) *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh===*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Erigone lividus

Merkmale

Körperlänge: Weibchen und Männchen erreichen 2,5 bis 4 mm (Locket & Millidge 1953).

Prosoma dorsal braun und glänzend. VMA weniger als einen Augendurchmesser voneinander separiert, von den Lateralaugen einen Augendurchmesser entfernt. HMA das 1,25 bis 1,5-fache eines Augendurchmessers voneinander entfernt. VMA von den hinteren Mittelaugen durch ungefähr einen Augendurchmesser voneinander getrennt. Sternum braun, nach hinten zugespitzt. Opisthosoma grau bis schwarz mit vier leicht eingesenkten rötlichen Punkten. Beine orange bis braun und mit etlichen langen steifen Haaren besetzt, Tarsi in der Regel dunkler. Auf jeder Tibia ein feiner dorsaler Stachel ausgeprägt. (Locket & Millidge 1953)

Epigyne mit sehr großer und trapezförmiger Grube, welche bis zur Epigastralfurche reicht (Heimer & Nentwig 1991).

Pedipalpus mit Bulbusapophyse, welche in zwei zipfelartige Enden ausläuft. Diese sind gleichgroß (Heimer & Nentwig 1991).

Ähnliche Arten

Nachweise aus dem Süden Europas sind eventuell Verwechslungen der sehr ähnlichen Robertus mediterraneus (Le Peru 2011).

Ebenfalls ähnlich ist R. arundineti. Diese kann über die Genitalien, die Augenstellung und über das Verhältnis des Metatarsus zum Tarsus des ersten und vierten Beinpaares unterschieden werden (siehe jeweilige Artartikel). (Locket & Millidge 1953)

Lebensraum

Ökologischer Typ: Lebt in trockeneren Laub- und Nadelwäldern (Platen & von Broen 2005). In Wäldern, dort im Moos und im Falllaub (Heimer & Nentwig 1991). Auch oft in Höhlen, Sümpfen und an Flussbänken, daneben in weiteren Lebensräumen gefunden, z.B. Heide, Wiesen, Getreidefelder, Hecken und auch Uferzonen von Salzsümpfen. Steigt in den Pyrenäen in Frankreich bis auf 3000 m. (Le Peru 2011) Kommt im Gebirge bis an die Waldgrenze vor (Sauer & Wunderlich 1997).

Halotolerant, auch auf Salzwiesen der Nordsee vorkommend (Finch 2008). Auf Salzwiesen typische Art des oberen Rotschwingelrasens (oberes Festucetum) (Meyer et al. 1997).

Verbreitung

Holarktis (World Spider Catalog 2017).

Lebensweise

Webt ein bodennahes Fangnetz, dessen unterer Bereich mit Klebetröpfchen versehen ist. Der Eikokon enthält 10-15 blassgelbe Eier. (Le Peru 2011)

Weitere Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Finch OD (2008): Webspinnen, Weberknechte und Pseudoskorpione der Ostfriesischen Inseln. Schriftenreihe Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer 11, S. 103–112.
  • Heimer S & Nentwig W (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. ISBN 3-489-53534-0, 543 S.
  • Le Peru B (2011): The Spiders of Europe, a synthesis of data: Atypidae to Theridiidae. Mémoires de la Sociétés linnéenne de Lyon no. 2. 1 Auflage. ISBN 978-2-9531930-3-9, 523 S.
  • Locket GH & Millidge AF (1953): British Spiders Vol. II. Ray Society, 449 S.
  • Meyer H, Reinke HD & Irmler U (1997): Die Wirbellosenfauna unterschiedlicher Salzwiesen an der Wattenmeerküste in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Faunistisch ökologische Mitteilungen 7, S. 267–284.
  • Platen R & von Broen B (2005): Gesamtartenliste und Rote Liste der Webspinnen und Weberknechte (Arachnida: Araneae, Opiliones) des Landes Berlin. Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege/Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Hrsg.): Rote Listen der gefährdeten Pflanzen und Tiere von Berlin., 79 S.
  • Roberts MJ (1996): Collins Field Guide. Spiders of Britain and Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • Sauer F & Wunderlich J (1997): Die schönsten Spinnen Europas nach Farbfotos erkannt. Fauna-Verlag. 5. Auflage. ISBN 3-923010-03-6, 296 S.
  • World Spider Catalog (2017): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 18.5, abgerufen am 2017-08-23, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise