Ozyptila atomaria

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Ozyptila atomaria (Panzer, 1801)
Ozyptila-atomaria Rotenstein-5135 10-10 04.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Thomisidae (Krabbenspinnen)
Gattung: Ozyptila
Reifezeit (Bellmann H. 2001)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:030828
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinss<↓↓=2
[D] Brandenburg *
[D] MVs== *
[D] Niedersachsen 3
[D] Niedersachsen (H) 3
[D] Niedersachsen (T) 3
[D] NRWh===*
[D] SHmh=(↓)-D*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme
  • Ozyptila horticola

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 4 bis 6 mm, Männchen 3 bis 4 mm (Roberts M. J. 1995).

Im Vergleich zu anderen Ozyptila-Arten ist Ozyptila atomaria sehr kontrastreich gezeichnet. Die Grundfarbe ist blass gelblich bis rötlich gelb.

Das Prosoma trägt beiderseits zwei breite dunkelbraune Seitenbänder, die vorne miteinander verschmelzen. Manchmal ist die helle Trennung zwischen den beiden Bändern einer Seite nur undeutlich ausgebildet, sodass es wirkt, als seien die Seiten einheitlich dunkel. Das Prosoma ist ganz fein weißlich gerandet.

Das Opisthosoma besitzt nur eine sehr zurückhaltende Zeichnung aus dunklen Flecken, die sich an den vorderen Seitenrändern verdichten. In der Mitte befindet sich meist eine typische Anordnung von vier dunklen Flecken, zwei ganz dicht bei der Körperlängsachse und zwei größere etwa auf gleicher Höhe weiter außen. Von den mittleren Flecken laufen oft dunkle Verbindungslinien zu den äußeren.

Bei Exemplaren mit ausgeprägterer Zeichnung ist manchmal auch eine dunkle Umrandung des Herzmals zu erkennen.

Die Beine sind hell, wie der Körper, und von völlig ungezeichnet bis kräftig dunkel gefleckt. An den Patellae und Tibia der Vorderbeine bilden die Flecken dunkle Längslinien.

Lebensraum

Ozyptila atomaria lebt auf dem Boden und wird unter Grasbüscheln, in Laubstreu, Moos und Geröll gefunden. Nachts steigt die Art auch in höhere Vegetation auf. (Roberts M. J. 1995)

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2015).

In Deutschland weit verbreitet und häufig gefunden (Arachnologische Gesellschaft 2017).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Arachnologische Gesellschaft (2017): Atlas der Spinnentiere Europas.
  • Bellmann H. (2001): Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Frankh-Kosmos Verlag. ISBN 3-440-09071-X, 304 S.
  • Roberts M. J. (1995): Collins Field Guide. Spiders of Britain & Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2015): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 16.5, abgerufen am 2015-10-17, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise