Myrmarachne formicaria

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Myrmarachne formicaria (De Geer, 1778)
Ameisenspringspinne (Buchholz S. et al. 2010)
012539-myrmarachne helwig.jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Salticidae (Springspinnen)
Gattung: Myrmarachne
Reifezeit (Bellmann H. 2010)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:034782
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien VU
[D] Deutschlandmh==*
[D] Brandenburg R
[D] Bayern 3
[D] Bayern Av/A 3
[D] Bayern SL 3
[D] Bayern T/S 3
[D] MVex 0
[D] Niedersachsen 2
[D] Niedersachsen (H) 2
[D] Niedersachsen (T) 2
[D] NRWmh<(↓)=V
[D] SHes??=R
[D] Sachsen 3
[D] Sachsen-Anhalt 2
[NO] Norwegen DD
Synonyme
  • Myrmarachne formicaria tyrolensis
  • Myrmarachne joblotii

Merkmale

Körperlänge: 5 bis 6,5 mm. (Nentwig W. et al. 2012)

Prosoma orangebraun, Kopfbereich dunkel abgesetzt und deutlich über das übrige Prosoma erhaben. Opisthosoma gelblich bis orangebraun, im hinteren Drittel schwärzlich. Beine gelblich bis orange, seitlich mit schwärzlichen Flecken und Längsstreifen. Die Metatarsi des 1. Beinpaares sind komplett dunkel eingefärbt.

Während die Chelizeren der Weibchen normal ausgebildet sind, stehen die der Männchen fast waagerecht nach vorne, sind stark verlängert und flach.

Ähnliche Arten

Es gibt in Mitteleuropa zwei weitere Gattungen mit ameisennachahmenden Springspinnen: Synageles und Leptorchestes.

Lebensraum

In sehr unterschiedlichen Lebensräumen (Nentwig W. et al. 2012). Z. B. auf warmen Streuobstwiesen. Überwintert oft in Schneckenhäusern. (Bellmann H. 2010)

Verbreitung

Myrmarachne formicaria ist paläarktisch verbreitet und in die USA eingeschleppt (World Spider Catalog Association 2016).

In Deutschland weit verbreitet, vor allem jedoch in wärmebegünstigten Gebieten nachgewiesen, wie dem Rheintal oder der mittleren Elbe (Arachnologische Gesellschaft 2017).

Lebensweise

Die Art imitiert in Aussehen und Bewegung Ameisen. Die Bindung an Ameisen ist jedoch nicht sicher (Nentwig W. et al. 2012).

Die Männchen werben mithilfe ihrer übergroßen Chelizeren während der Paarungszeit um die Weibchen. Gleichzeitig werden diese aber auch bei intensiven Kommentkämpfen genutzt, bei denen sich zwei Männchen mit weit gespreizten Chelizeren gegenüberstehen und bedrohen. Normalerweise zieht sich eines der Männchen nach einiger Zeit zurück, mitunter kommt es aber zum Kampf, wobei sich beide mit ihren Chelizeren verhaken. (Bellmann H. 2010)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise