Microlinyphia pusilla

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
Zur Navigation springenZur Suche springen
Microlinyphia pusilla (Sundevall, 1830)
Wiesenpeitschenweber
Microlinyphia pusilla lauterbach.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Microlinyphia (Peitschenweber)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
_ _ start X X X X end _ _ _ _
_ _ start X X X X end _ _ _ _
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:011824
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh===*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.mh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh===*
[D] Schleswig-Holsteinh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Linyphia pusilla
  • Microlinyphia pusilla quadripunctata

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 3 bis 5 mm, Männchen 3 bis 4 mm (Roberts 1996).

Prosoma mit langem Kopfstück, braun; Kopf dunkler, auch sonst bei helleren Exemplaren Radiärstreifen und Rand deutlich dunkler. Clypeus kürzer als der Augenbezirk. Sternum dunkelbraun, Unterlippe und Gnathocoxen wie das Sternum gefärbt. Chelizeren lang, dunkler als der Prosoma, oberer Klauenfurchenrand mit 5 Zähnen (die 3 mittleren am längsten), unterer Rand mit 5 kürzeren (mehr distal stehend). Beine (1, 2, 4, 3) einfarbig gelbbraun. Borsten beim Männchen kürzer als der Durchmesser der Glieder, beim Weibchen länger. Femur Ⅰ–Ⅳ mit einem dorsalen Stachel, 1 dazu mit 2 prolaleralen. Tibien und Metatarsen nicht immer konstant beborstet (als Beispiel Männchen Tibia E: 2 dorsale, 4 ventrale (beim Weibchen Zahl der ventralen immer geringer), 1 prolaterale, 2 retrolaterale und 4 Endborsten. Metatarsus Ⅰ: 1 dorsale, 1 ventrale, 1 prolaterale, 1 retrolaterale und Endborsten). (Wiehle 1956) Wiehleformel: 2-2-2-2 (Roberts 1993). Opisthosoma: Oberseite weiß bis gelbweiß, brauner Mittelstreifen aus fünf hintereinander liegenden Dreiecksflecken zusammengesetzt, Spitze der Drei­ecke auf der Mittellinie, Grundlinien die Mittellinie senkrecht, schneidend; dazu beiderseits ein brauner Seitenstreifen, welcher nicht bis zum hinteren Ende reicht. Unterseite einfarbig dunkelbraun bis schwarz, metallisch glänzend. (Wiehle 1956)

Weibchen

Epigyne klein, nur bei guter Beleuchtung zu erkennen. Parmula hell, von einem dunklen Rand begrenzt. Seitliche Bedeckung beiderseits mit Narbenstellen. (Wiehle 1956)

Männchen

Opisthosoma: Hinterleib walzenförmig, meist ganz dunkel bis schwarz gefärbt, mit leuchtend weißen Schulterflecken. Auf der Oberseite des Opisthosoma mitunter die Dreiecksflecke noch zu erkennen. Chelizeren länger als beim Weibchen, an den Seiten mit Haarhöckerchen. Pedipalpus: Patella- und Tibia mit Hauptborsten, Tibia länger als die Patella, von oben gesehen am Ende verbreitert. Embolus von der vier­fachen Länge der Lamella. (Wiehle 1956)

Microlinyphia pusilla quadripunctata

Strand beschreibt Microlinyphia pusilla quadripunctata als Färbungsvariante eines einzelnen Tiers der Art Microlinyphia pusilla:

„Ausser einigen Exemplaren mit normaler Farbe wurde ein Stück gesammelt, welches sich dadurch auszeichnet, dass die Unterseite von Abdomen ausser den zwei Punkten an den Mamillen noch vier weisse Punkte (kleine Flecke) an Venter hat und zwar zwei unmittelbar an der Spalte und zwei hinter der Mitte.“ (Strand 1903)

(Rechtschreibung des Originals)

Diese Unterart wurde mit der Nominatform synonymisiert.

Lebensraum

Die Tiere sind im Gras und auf niedriger Vegetation zu finden. Sowohl in feuchten als auch in trockenen Biotopen (Roberts 1996). Ökologischer Typ: Eurytope Freiflächenart (lebt in allen unbewaldeten Lebensräumen unabhängig von der Feuchtigkeit) (Platen & von Broen 2005). Auf etwas feuchten Wiesen (Wiehle 1956).

Halotolerant, auf Salzwiesen vorkommend (Finch 2008).

Verbreitung

Nordamerika, Nordafrika, Europa bis Asien (World Spider Catalog 2017).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise