Leiobunum rupestre

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Leiobunum rupestre (Herbst, 1799)
Schwarzrückenkanker (Komposch C. 2009)
Leiobunum rupestre male.jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Opiliones (Weberknechte)
Familie: Sclerosomatidae (Kammkrallenkanker)
Gattung: Leiobunum
Reifezeit (Martens J. 1978)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlandmh=?=*
[D] Berlin *
[D] Sachsen 4
[D] Sachsen-Anhalt d
[NO] Norwegen LC

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 5,5 bis 6,4 mm, Männchen 3,6 bis 4,4 mm. (Martens J. 1978)

Laufbeine: Die Beine sind auffallend lang (Laufbein Ⅱ des Männchens: ca. 65 mm), schwarz oder braun mit hellen Schenkelringen. Die Glieder sind rund. Trochanter und Femur sind mit kleinen Dornen bewehrt, die übrigen Glieder sind glatt. (Martens J. 1978)

Aussehen: Weibchen hell silbrigweiß mit dunkler Sattelzeichnung, die zum Körperende hin breiter wird.[Literaturzitat fehlt]

Männchen tiefschwarz oder bläulich schimmernd, fast ohne Zeichnung. Neben dem Augenhügel jeweils ein heller Fleck.[Literaturzitat fehlt]

Die Körper beider Geschlechter sind glatt, ohne Dornen oder Borsten. Augenhügel dunkelbraun und unbewehrt. (Martens J. 1978)

Lebensraum

Leiobunum rupestre lebt in sehr unterschiedlichen Biotopen: Sowohl im Hochgebirge, wie auch im Flachland und direkt an den Küsten. Im Gebirge werden Wälder bevorzugt, jedoch steigt die Art auch über die Baumgrenze bis in den Zwergstrauchgürtel auf (höchster Fund: 2160 m). (Martens J. 1978)

Im nördlichen Verbreitungsgebiet, wie z.B. an der Ostsee, ist Leiobunum rupestre hauptsächlich im synantropen Bereich an Mauern, in Gärten und Parks zu finden; (Wijnhoven H. 2009) auch mitten in Dörfern und Städten. (Martens J. 1978)

Lebensweise

Im Gebirge lebt Leiobunum rupestre an senkrechten oder überhängenden Felswänden. Dort kann man die Art zusammen mit Leiobunum subalpinum und Mitopus glacialis antreffen. (Komposch C. & J. Gruber 2004)

Jungtiere und Gelege überwintern; in den Alpen oft in Höhlen oder Stollen. (Martens J. 1978)

Reifezeit

Stenochron sommer- und herbstreif. In den Alpen findet man adulte Tiere von Juni bis November, in Norddeutschland und Dänemark von Anfang August bis Ende Oktober. Juvenile sind das ganze Jahr über zu finden. (Martens J. 1978)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Komposch C. & J. Gruber (2004): Die Weberknechte Österreichs (Arachnida, Opiliones). Denisia 12, S. 485–534.
  • Komposch C. (2009): Rote Liste der Weberknechte (Opiliones) Österreichs. – In: Zuklat P. (Red.): Rote Listen gefährdeter Tiere Österreichs. Checklisten, Gefährdungsanalysen, Handlungsbedarf. Grüne Reihe des Lebensministeriums 14/3, S. 397–483.
  • Martens J. (1978): Die Tierwelt Deutschlands 64. Teil, Weberknechte, Opiliones. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 464 S.
  • Wijnhoven H. (2009): De Nederlandse hooiwagens (Opiliones). Supplement Bij Nederlandse Faunistische Mededelingen, 118 S, ISSN 1875-760X.

Quellen der Nachweise