Kochiura aulica

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Kochiura aulica (C. L. Koch, 1838)
Breitstreifenkugelspinne
K. aulica sard 1.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Theridiidae (Kugelspinnen)
Gattung: Kochiura (Breitstreifenkugelspinnen)
Reifezeit (Harvey 2014)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:006921
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien RE
[D] Deutschlandes??=R
[D] Baden-Württemberg R
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Anelosimus aulicum
  • Theridion aulicum
  • Theridium aulicum

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 3 bis 3,5 mm, Männchen 2,5 bis 3,5 mm (Roberts 1996). Nentwig et al. (2010) geben für Männchen und Weibchen 3,5 bis 4,5 mm an.

Prosoma mit einem dunklen, mitunter undeutlich abgegrenzten Längsband auf hellerem Grund. Bei manchen Exemplaren kann das Band auf die cephale Region beschränkt bleiben. Sternum dunkelbraun, mit einer helleren Kernregion. (Locket & Millidge 1953)

Opisthosoma variabel in Farbe und Zeichnung, ähnlich Anelosimus vittatus. Der mediane Streifen kann bei manchen Exemplaren kaum ausgeprägt sein. Lateral braun und mit weißen Punkten versehen. Ventral mit einem dunklen Rechteck (gesäumt von breiten weißen Band auf jeder Seite), ausgeprägt von der Epigastralfurche bis zu den Spinnwarzen, neben denen sich jeweils zwei auffällige Punkte befinden. (Locket & Millidge 1953)

Beine gelblich und geringelt mit apikal verdunkelten Femora der Vorderbeine (siehe Bilder).

Pedipalpus des Männchens sehr markant, erscheint scheibenförmig (Heimer & Nentwig 1991) und besitzt einen kreisförmig eingerollten Embolus.

Ähnliche Arten

Ähnelt habituell Anelosimus vittatus und Anelosimus pulchellus, unterscheidet sich jedoch deutlich in der Struktur der Genitalien. So besitzen die Männchen bei erstgenannter Art einen länglichen Pedipalpus, der nicht abgeflacht erscheint. An der weiblichen Epigyne findet man bei A. vittatus einen löffelartigen Scapus, dieser fehlt bei Kochiura aulica.

Systematik

Obwohl schon Locket & Millidge (1953) feststellten, dass Anelosimus vittatus und Kochiura aulica morphologisch nicht näher miteinander verwandt sind, wurde die Art wenige Jahre später (Levi 1956) nach Anelosimus transferiert und daraufhin jahrzehntelang in dieser Gattung geführt. Erst zu Anfang des 21. Jahrhunderts wurde die Art wieder in die Gattung Kochiura gestellt (Agnarsson 2004).

Lebensraum

Auf Ginsterbüschen und niedrigen Zweigen von Bäumen (Locket & Millidge 1953). In warmen Gegenden, in Mitteleuropa nur stellenweise; eher mediterrane Art (Heimer & Nentwig 1991). In Zitrus- und Olivenhainen, an Zitrusstraßenbäumen, in Trockensteppen und auf Bäumen (Pantini et al. 2013).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise