Histricostoma dentipalpe

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Histricostoma dentipalpe (Ausserer, 1867)
Schwarzer Zehndorn (Komposch C. 2009)
Histricostoma dentipalpe f (3).JPG
Weibchen
Systematik
Ordnung: Opiliones (Weberknechte)
Familie: Nemastomatidae (Fadenkanker)
Gattung: Histricostoma
Reifezeit (Martens J. 1978)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlands=?=*
[D] Bayern R
[D] Bayern Av/A R

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 2,2 bis 2,5 mm, Männchen 1,9 bis 2,3 mm. Histricostoma dentipalpe ist ein mittelgroßer, dunkler, auffällig bedornter Weberknecht. (Martens J. 1978)

Laufbeine: Im Verhältnis zum Körper recht lang und kräftig. Coxa und Tarsen schwarz, sonst braun. Laufbein II. des Männchens: ca. 11,9 mm lang (Martens J. 1978).

Aussehen: Tiefschwarz bis pechbraun, meist ohne helle Flecken (in den Alpen kommen lokal Tiere mit einem kleinen Silberfleck-Paar vor). Auf dem Rücken 5 auffällige Dornenpaare (Martens J. 1978).

Lebensraum

Histricostoma dentipalpe lebt in vielen verschiedenen Biotopen. So werden schattige Wälder ebenso wie sonnige Waldränder und sogar offene Wiesen und Blockhalden (Komposch C. & J. Gruber 2004) besiedelt, sofern eine ausreichende Feuchtigkeit vorhanden ist. Man findet die Art in der Bodenstreu, unter Laub, Steinen und Totholz (Martens J. 1978).

Lebt in Höhen von 490 bis 2000 m (Martens J. 1978). In alpinen Lärchen- und Zirbelwäldern (Rief A & Ballini S 2017).

Reifezeit

Reife Tiere sind das ganze Jahr über zu finden (Martens J. 1978).

Verbreitung

Histricostoma dentipalpe lebt hauptsächlich in den Alpen. Bisher wurde die Art in Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien und auf dem Balkan nachgewiesen (Martens J. 1978).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Komposch C. & J. Gruber (2004): Die Weberknechte Österreichs (Arachnida, Opiliones). Denisia 12, S. 485–534.
  • Komposch C. (2009): Rote Liste der Weberknechte (Opiliones) Österreichs. – In: Zuklat P. (Red.): Rote Listen gefährdeter Tiere Österreichs. Checklisten, Gefährdungsanalysen, Handlungsbedarf. Grüne Reihe des Lebensministeriums 14/3, S. 397–483.
  • Martens J. (1978): Die Tierwelt Deutschlands 64. Teil, Weberknechte, Opiliones. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 464 S.
  • Rief A & Ballini S (2017): Erhebung der Spinnen und Weberknechte (Arachnida: Araneae, Opiliones) in den LTSER-Untersuchungsflächen in Matsch (Südtirol, Italien) im Rahmen der Forschungswoche 2016. Gredleriana Vol. 17, S. 173–183.

Quellen der Nachweise