Glyphesis taoplesius

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Glyphesis taoplesius Wunderlich, 1969
Ufersumpfspinnchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Glyphesis (Sumpfspinnchen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:010641
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlandes<?=2
[D] Berlines(<)?=1
[D] Brandenburg 1

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 1,01 bis 1,31 mm, Männchen 1,02 bis 1,22 mm (Énekesová et al. 2011).

Prosoma Unauffällig mit deutlich erkennbarer Fovea. Längenklasse: 0,4–0,6 mm. Sternum glatt und nach hinten verlängert. Augen: Abstand der HMA entspricht ihrem Durchmesser. VMA deutlich kleiner als Seitenaugen. Zähne auf dem vorderen Falzrand der Chelizeren nicht auffallend groß und ohne auffällige Strukturen auf dem Grundglied, Gnathocoxen: unauffällig. Beine: Femur Ⅰ und Tibia Ⅰ ohne prolaterale Borsten. Lageklasse des Tm Ⅰ: 0,40–0,49. Metatarsus Ⅳ dorsal ohne Trichobothrium. Metatarsus Ⅰ ohne dorsale Borste, Tibia Ⅳ mit einer dorsalen Borste, Wiehleformel: 2-2-1-1, Tibia Ⅰ–Ⅱ ventral ohne Stacheln. Opisthosoma einfarbig unauffällig. Beine: Femur Ⅰ ohne dorsale Borste. (Stäubli 2013)

Weibchen

Augen: HAR. Sternum: Breite zwischen Coxen Ⅳ deutlich größer als ihr Durchmesser. Epigyne mit Atrium/Grube mit Seitenplatten, vorgewölbt ohne Durchscheinende Strukturen. (Stäubli 2013)

Männchen

Augen: HAR prokurv. Sternum: Breite zwischen Coxen Ⅳ gleich ihrem Durchmesser. Pedipalpus: Femur und Patella unauffällig, Tibia mit komplexer Apophyse mit einer oder mehreren Borsten, Cymbium Rand unregelmässig, mit Einbuchtungen/Ausbuchtungen, Paracymbium einfach, Längs- und Querast des Paracymbiums ohne Zähne Embolus unauffällig. Keine Lamella characteristica. (Stäubli 2013)

Ähnliche Arten

Prosoma: Länge 0,67 mm, größte Breite 0,5 mm, dunkel grau, mit schmalem, dunklem Rand und sternförmigem Mittelfleck. Augen ähnlich G. servulus: HMA um d getrennt, HAR procurv. Beine kurz und kräftig, braun, Längen-Abfolge IV-I-II-III. Trichobothrien der Metatarsen wie bei G. servulus, in Position 0-42-0,50, auf Ⅳ fehlend. Clypeus (unterhalb der Augenzone stark vorspringend; die "Nase" entspringt kontinuierlicher als bei G. servulus. Seitliche Depressionen immer vorhanden, aber nicht sehr deutlich; bei G. servulus meist gänzlich fehlend, selten undeutlich, und dann nur vorn, hinter den Seitenaugen} vorhanden. (Wunderlich 1969)

Die Pedipalpen von G. taoplesius und G. servulus sind am leichtesten nach der Seitenansicht der Tibia zu unterscheiden: die etwa 6 langen, geschwungen gebogenen Borsten stehen bei G. taoplesius auf einer hoch aufragenden Tibia-Apophyse, und der dünne, sich flach auf das Cymbium legende Teil der apikalen Tibia-Apophyse ist bei G. taoplesius viel kürzer. Der entenschnabelförmig endene Embolus und die Median-Apophyse sind bei beiden Arten sehr ähnlich gestaltet. Der markanteste Unterschied liegt in der Größe: bei taoplesius sind beide um die Hälfte massiger. Die Embolusspitze liegt bei G. taoplesius in einer Lamelle (entsprechend einer häutigen Führung), deren frei sichtbarer Endabschnitt in einzelne Fransen zerteilt ist. (Wunderlich 1969)

Lebensraum

Photobiont-hygrobiont stenotop. In Nähe größerer Gewässer (Flüsse, Seen). Auf periodisch überfluteten Wiesen, in Sphagnum, in Pflanzengesellschaften in stehendem Wasser, in Torfmooren und nassen Wäldern. (Oleszczuk et al. 2011) In periodisch trockenfallenden Überschwemmungsgebieten gelegenen Auwäldern (Énekesová et al. 2011).

Typische Nachweismethode: Bodenfalle (Oleszczuk et al. 2011).

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise