Ero tuberculata

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Ero tuberculata (De Geer, 1778)
Gehöckerter Spinnenfresser (Buchholz S. et al. 2010)
2012-01-01Ero-tub01 Pargätzi.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Mimetidae (Spinnenfresser)
Gattung: Ero
Reifezeit (Nentwig W. et al. 2016)
Monat:123456789101112
_ _ _ _ _ start X X X X X end
_ _ _ _ _ X _ start X end _ _
Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:005701
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten D
[CZ] Tschechien EN
[D] Deutschlands=?=*
[D] Berlines??=R
[D] Brandenburg G
[D] Baden-Württemberg D
[D] Bayern 3
[D] Bayern SL 3
[D] Bayern T/S 3
[D] MVes== R
[D] Niedersachsen 3
[D] Niedersachsen (T) 3
[D] NRWss===*
[D] SHss===*
[SK] Slowakei V*

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 3,5 bis 4 mm, Männchen 3 mm (Roberts M. J. 1995).

Prosoma blass gelbbraun, mit dunkler Randung und Medianlinie. Augenbereich ebenfalls dunkel gezeichnet. (Le Peru B. 2011)

Bei Ero tuberculata ist auf dem Sternum der vordere Mittelfleck meist deutlich, während die übrigen Mittelflecken mitunter nur angedeutet erscheinen und oft gar nicht zu erkennen sind.

Opisthosoma mit vier Höckern. Die vorderen Höcker sind größer, die hinteren stehen weiter auseinander (Le Peru B. 2011). Auffallend in der Zeichnung des Abdomens ist die helle (grauweiße bis gelblichweiße) Fläche, die sich von der Rückseite der Höcker nach den Spinnwarzen abhebt und seitlich durch rotbraune oder schwärzliche Partien klar begrenzt wird. In diesem hellen Gebiet können 2–3 dunkle Querlinien vorhanden sein. Der vordere dunkle Teil des Abdomens kann einen hellen Fleck besitzen. (Wiehle H. 1953)

Beine blassgelb mit dunkler Ringelung (Le Peru B. 2011).

Weibchen

Der Epigyne fehlt ein Mittelsteg (Le Peru B. 2011).

Männchen

Paracymbium des Pedipalpus mit nur einem spitzen Fortsatz (Heimer S. & W. Nentwig 1991).

Ähnliche Arten

Ähnelt Ero aphana, siehe dortiger Abschnitt.

Lebensraum

Die Tiere sind in Wäldern auf Zweigen von Laub- und Nadelbäumen zu finden. Wiehle zitiert Simon, wonach Ero tuberculata Feuchtigkeit vorziehe, aber auch in Fichtenwäldern anzutreffen sei. (Wiehle H. 1953)

Le Peru nennt Wälder, feuchte Wiesen, Flussbänke, Heide, Weinberge und Küstendünen als Fundgebiete (Le Peru B. 2011).

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2016).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Buchholz S., V. Hartmann & M. Kreuels (2010): Rote Liste und Artenverzeichnis der Webspinnen - Araneae - in Nordrhein-Westfalen. Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen 3. Fassung, Stand August 2010, S. 1–25.
  • Heimer S. & W. Nentwig (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. ISBN 3-489-53534-0, 543 S.
  • Le Peru B. (2011): The Spiders of Europe, a synthesis of data: Atypidae to Theridiidae. Mémoires de la Sociétés linnéenne de Lyon no. 2. 1 Auflage. ISBN 978-2-9531930-3-9, 523 S.
  • Nentwig W., T. Blick, D. Gloor, A. Hänggi & C. Kropf (2016): Araneae, Spinnen Europas (Bestimmungsschlüssel) Version 1.2016. Universität Bern.
  • Roberts M. J. (1995): Collins Field Guide. Spiders of Britain & Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • Wiehle H. (1953): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile, 42. Teil Spinnentiere oder Arachnoidea (Araneae) IX: Orthognatha - Cribellatae - Haplogynae Entelegynae. VEB Gustav Fischer Verlag, 150 S.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2016): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 17, abgerufen am 2016-01-29, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise