Centromerita concinna

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Centromerita concinna (Thorell, 1875)
Centromerita-concinna No-Liesten 09-10 02.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Centromerita
Reifezeit (Harvey et al. 2014)
Monat:123456789101112
X X X X X X X X X X X X
X X X X end _ _ start X X X X
Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:009708
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien *
[CZ] Oberschlesien ?
[D] Deutschlandh===*
[D] Berlinmh===*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württemberg D
[D] MVs== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] NRWsh===*
[D] SHsh===*
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau ?
[SK] Slowakei E

Merkmale

Körperlänge: beide Geschlechter erreichen 2,0 bis 2,5 mm. (Nentwig W. et al. 2012)

Weibchen

Prosoma lehmgelb, grau übertönt, mit deutlichem schwarzen Rand. Sternum schwarz, wenn heller, dann am Rande verdunkelt. Unterlippe schwarz- grau, Gnathocoxen heller grau, Chelizeren lehmgelb. Beine: Coxen grau, distal mit schwarzem Rand. Beine lehmgelb, Femur, Patella und Tibia deutlich dunkler. (Wiehle H. 1956) Wiehle-Formel: 2-2-2-2 (Stäubli A. 2013). Opisthosoma schwarzgrau, die Bauchseite kaum heller. Vulva: Receptacula einfach, jederseits ein Receptaculum mit Vorraum (Wiehle H. 1956)

Männchen

Prosoma lehmgelb mit schmalem dunklen Rand. Sternum wie beim Weibchen. Beine lehmgelb, Verdunklungen schwach zu erkennen. Männchen im ganzen heller als die Weibchen.

Ähnliche Arten

Männchen

Unterschiede zu C. bicolor: Kopfregion: beim Männchen mit wenigen, ziemlich kurzen Borsten, beim Weibchen fast borstenlos. Augen enger stehend. Beine: Becherhaar auf Met. Ⅰ wie bei bicolor: 0,40. Tibia Ⅰ ventral nur mit 3–4 Borsten oder mit weniger. Tibia Ⅳ ventral 2–3 Borsten oder weniger. Met. Ⅳ meist nur mit einer dorsalen Borste, ohne zusätzliche Borsten. Pedipalpus: Tibia verhältnismäßig kürzer, mit 6–9 Borsten, die annähernd in der Mitte der Tibia stehen.

Lebensraum

Centromerita concinna lebt in der Bodenstreu von Wäldern (Nentwig W. et al. 2012). In Heide, Düne und Halbtrockenrasen der Ostseeküste, vereinzelt an der Nordseeküste, im Hochmoor, Grünland und in Nadelwäldern; hemiphotophil, hemixerophil (Reinke H. D. & U. Irmler 1994). Halotolerant, auf Salzwiesen vorkommend (Finch O.-D. 2008).

Verbreitung

Centromerita concinna ist paläartisch verbreite (World Spider Catalog Association 2016).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Finch O.-D. (2008): Webspinnen, Weberknechte und Pseudoskorpione der Ostfriesischen Inseln. Schriftenreihe Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer 11, 103–112.
  • Harvey, P. [Koord.] (2014): Spider and Harvestman Recording Scheme. British Arachnological Society.
  • Nentwig W., T. Blick, D. Gloor, A. Hänggi & C. Kropf (2012): Araneae, Spinnen Europas (Bestimmungsschlüssel). Universität Bern.
  • Reinke H. D. & U. Irmler (1994): Die Spinnenfauna (Araneae) Schleswig-Holsteins am Boden und in bodennaher Vegetation. Faun.-Ökol. Mitt. Supplement 17, S. 1–147, ISSN 0430-1285.
  • Stäubli A. (2013): Interaktiver Schlüssel zur Familie Linyphiidae. Universität Bern Version Mai 2013, 1 S.
  • Wiehle H. (1956): Spinnentiere oder Arachnoidea (Araneae). 28. Familie Linyphiidae-Baldachinspinnen. Tierwelt Deutschlands 44, S. 1–337.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2016): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 17.5, abgerufen am 2016-12-26.

Quellen der Nachweise und Checklisten