Centromerita bicolor

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Centromerita bicolor (Blackwall, 1833)
Centromerita-bicolor No-Liesten 09-10 01.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Baldachinspinnen)
Gattung: Centromerita
Reifezeit (Harvey et al. 2014)
Monat:123456789101112
X X X X X end _ start X X X X
X X X end _ _ _ start X X X X
Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:009707
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinh===*
[D] Brandenburg *
[D] MVmh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] NRWsh===*
[D] SHsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme
  • Linyphia bicolor

Merkmale

Körperlänge: beider Geschlechter erreichen 3,0 bis 3,5 mm (Nentwig W. et al. 2012). Einzelne Exemplare können aber auch etwas größer werden.

Prosoma braun oder gelbbraun, deutlich schwarz gerandet. Kopfteil schwach erhaben, in der Mitte einige schwarze Borsten, von der strichförmigen Rückenfurche ausgehend. Sternum schwärzlich, spärlich mit schwarzen Haaren besetzt, Rand schmal dunkler. Chelizeren rotbraun, unterer (hinterer) Furchenrand mit 5 kleinen Zähnchen, die dem 2. und 3. Vorderzahn gegenüberstehen. Beine ziemlich lang und robust, rotbraun, die Vorderbeine deutlich dunkler, besonders die Tibien und Metatarsen bräunlich verdunkelt. Stacheln und Borsten nicht absolut, konstant. Borsten auf den Hinterbeinen länger. Femora: Ⅰ: 2 dorsale Stacheln, der distale etwas länger, Ⅱ: ein Stachel in der Mitte der Länge, HI wie Ⅱ oder wie Ⅳ unbewehrt. Patellae: apikale Borsten auf Ⅰ und Ⅱ fehlen mitunter oder sind durch ein langes 1 Haar angedeutet, auf Ⅲ und Ⅳ sind sie sehr lang. Tibia Ⅰ: dorsal 2 Borsten, die proximale etwas zur Seite, gerückt; Unterseite außen 4 lange Borsten, innen 3. Tibia Ⅳ: dorsal 2 sehr lange Borsten, Unterseite 5–7. Metatarsen: Ⅰ–Ⅳ je eine dorsale Borste. Becherhaar auf Ⅰ: 0,40, Ⅳ ohne Becherhaar, zusätzlich mit einer prolateralen und einer ventralen Borste. (Wiehle H. 1956) Wiehle-Formel: 2-2-2-2 (Stäubli A. 2013). Opisthosoma: Oberseite schwärzlich oder grau, mit kurzen schwarzen Härchen. Unterseite schwarz. Spinnwarzen rotbraun. (Wiehle H. 1956)

Weibchen

Pedipalpus mit einer unbezahnten Klaue. Epigyne dunkel und behaart, die Umrisse nur bei guter Beleuchtung zu erkennen. Vulva mit sehr zusammengesetzten Receptacula. (Wiehle H. 1956)

Ähnliche Arten

Genital

Centromerita bicolor right palp 3,1mm Strand Moutmarka 06.09.2010 AFjellberg.jpg Genital ähnlich ist Centromerita concinna mit ähnlicher starker Beborstung der Tibia des Pedipalpus. Sicheres Unterscheidungsmerkmal beim Männchen ist das gegabelt auslaufende Paracymbium (Pfeil), welches C. concinna nicht aufweist.

Hinweis: Das Foto zeigt den rechten Pedipalpus.

Lebensraum

Centromerita bicolor lebt in der Moosschicht lichter, nicht zu feuchter Wälder (Nentwig W. et al. 2012). Eryöke Art, welche schwerpunktmäßig in Feuchtgrünland, Röhricht und mittelfeuchtem Grünland und in städtischen Grünanlagen und Gärten vorkommt. Etwas seltener in trockenem Grünland, Äckern, Dünen und Halbtrockenrasen, sowie Wäldern, vereinzelt Knicks und Salzwesen, sowie Moorbereichen. Hemiphotophil, hemixerophil, halotolerant. (Reinke H. D. & U. Irmler 1994)

Kommt auf Salzwiesen der Nordsee vor (Irmler U & Heydemann B 1986). Auf Salzwiesen typische Art des oberen Rotschwingelrasens (oberes Festucetum) (Meyer H et al. 1997).

Verbreitung

Paläarktis und Kanada (World Spider Catalog Association 2016).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Harvey, P. [Koord.] (2014): Spider and Harvestman Recording Scheme. British Arachnological Society.
  • Irmler U & Heydemann B (1986): Die ökologische Problematik der Beweidung von Salzwiesen an der Niederländischen Küste – am Beispiel der Leybucht. Naturschutz und Landschaftspflege in Niedersachsen – Beiheft Heft 15, S. 1–115.
  • Meyer H, Reinke HD & Irmler U (1997): Die Wirbellosenfauna unterschiedlicher Salzwiesen an der Wattenmeerküste in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Faunistisch ökologische Mitteilungen 7, S. 267–284.
  • Nentwig W., T. Blick, D. Gloor, A. Hänggi & C. Kropf (2012): Araneae, Spinnen Europas (Bestimmungsschlüssel). Universität Bern.
  • Reinke H. D. & U. Irmler (1994): Die Spinnenfauna (Araneae) Schleswig-Holsteins am Boden und in bodennaher Vegetation. Faun.-Ökol. Mitt. Supplement 17, S. 1–147, ISSN 0430-1285.
  • Stäubli A. (2013): Interaktiver Schlüssel zur Familie Linyphiidae. Universität Bern Version Mai 2013, 1 S.
  • Wiehle H. (1956): Spinnentiere oder Arachnoidea (Araneae). 28. Familie Linyphiidae-Baldachinspinnen. Tierwelt Deutschlands 44, S. 1–337.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2016): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 17.5, abgerufen am 2016-12-26, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise und Checklisten