Callobius claustrarius

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Callobius claustrarius (Hahn, 1833)
Baumstumpfspinne
Claustrarius Dammbachsgrund 07-12 07-W3.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Amaurobiidae (Finsterspinnen)
Gattung: Callobius (Baumstumpfspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2020)
Monat:123456789101112
X X X X end _ _ _ start X X X
X X X X end _ _ _ start X X X
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:022681
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandh===*
[D] Mecklenburg-Vorp.?== D
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau ?
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Amaurobius claustrarius
  • Ciniflo claustrarius

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 9 bis 12 mm, Männchen 6 bis 8 mm (Roberts 1996).

Prosoma dunkel rotbraun, Kopfbereich und Chelizeren dunkler. Chelizeren extrem massig und vorstehend. Beine mittelbraun. Opisthosoma braun mit typischem Muster aus „breitgelaufenen“ gelblichen Flecken, welche etwas an die Zeichnung der Amaurobius-Arten erinnern. (Siehe Bilder) (Heimer & Nentwig 1991)

Taxonomie

Die Art wurde in jüngerer Zeit noch von einigen Autoren in der Gattung Amaurobius geführt, wurde aber bereits 1967 von Lehtinen in die Gattung Callobius transferiert (World Spider Catalog 2020).

Verbreitung

Von Europa bis nach Kasachstan (World Spider Catalog 2020).

In Deutschland bleibt die Art auf die gebirgigen Regionen beschränkt und wurde nicht westlich der Rhein/Weser-Linie gefunden. (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Lebensraum

Auf feuchtem Boden unter Steinen von älteren Waldbeständen (Wiehle 1953), häufig in Mittelgebirgen (Heimer & Nentwig 1991). Auch unter Totholz (Roberts 1996).

Lebensweise

Der weiße Eikokon (siehe Bilder) wird mit der Grundseite an einem Stein befestigt und die aufgewölbte Deckplatte mit Erde getarnt (Wiehle 1953).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Arachnologische Gesellschaft (2020): Atlas der Spinnentiere Europas.
  • Heimer S & Nentwig W (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. ISBN 3-489-53534-0, 543 S.
  • Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2020): Spinnen Europas. Version 06.2020. Online https://www.araneae.nmbe.ch, doi:10.24436/1.
  • Roberts MJ (1996): Collins Field Guide. Spiders of Britain and Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • Wiehle H (1953): Die Tierwelt Deutschlands und der angrenzenden Meeresteile, 42. Teil Spinnentiere oder Arachnoidea (Araneae) IX: Orthognatha - Cribellatae - Haplogynae Entelegynae. VEB Gustav Fischer Verlag, 150 S.
  • World Spider Catalog (2020): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 21.0, abgerufen am 2020-06-06, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise und Checklisten