Aulonia albimana

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Aulonia albimana (Walckenaer, 1805)
Aulonia albimana M 7-6826.jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Lycosidae (Wolfspinnen)
Gattung: Aulonia
Reifezeit (Bellmann H. 2010)
Monat:123456789101112
_ _ _ _ start X X X X end _ _
_ _ _ _ start X X X X end _ _
Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:017713
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien *
[CZ] Oberschlesien *
[D] Berlin 1
[D] Brandenburg R
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] NRWh<(↓)=*
[GB] Großbritannien EN
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 4,1 bis 4,4 mm, Männchen 3,8 mm. Diese Art ist damit eine der kleinsten Wolfspinnen unserer Breiten. (Nentwig W. et al. 2017)

Das Opisthosoma ist dunkelbraun bis dunkelgrau gefärbt. An seinem Vorderende befindet sich ein dünner weißer Mittelstrich.

Die Beine sind gleichmäßig hellbraun gefärbt. Nur die Schenkel (Femora) des 1. Beinpaares sind schwarz.

Bestimmungsmerkmale

Albimana Rennsteig 08-08 01 pedi fem.jpg Beiden Geschlechtern gemeinsam ist das weiße mittlere Glied der ansonsten schwarz gefärbten Pedipalpen. Dieses Merkmal erlaubt eine einfache Bestimmung im Feld (links im Bild die Pedipalpen des Weibchens).

Lebensweise

Wie alle Wolfspinnen lebt Aulonia albimana am Boden und in der Krautschicht. Unter den mitteleuropäischen Wolfspinnen stellt sie aber eine Besonderheit dar: Sie ist die einzige Art, die ein Fangnetz baut. Es ist ähnlich einem Trichternetz aufgebaut und wird meistens in einem Moospolster errichtet. Die Spinnen, insbesondere die Männchen, halten sich jedoch nicht immer im Netz auf, sondern laufen auch frei umher. (Bellmann H. 2001) Dabei bewegen sich die Spinnen abgehackt, mit den Vorderbeinen trillernd und scheinen Ameisen zu imitieren.

Lebensraum

Auf Heiden in Moos und unter Steinen (Bösenberg W. 1899). Kommt bevorzugt in trockeneren Lebensräumen mit geringer Vegetation vor, z. B. auf Trockenrasen, Binnendünen und steinigem Ödland, aber auch zwischen Heidekraut in Hochmooren.

Verbreitung

Die Art ist paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2016).

Bilder


Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Bellmann H. (2001): Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Frankh-Kosmos Verlag. ISBN 3-440-09071-X, 304 S.
  • Bellmann H. (2010): Der Kosmos Spinnenführer: Über 400 Arten Europas. Kosmos. 1. Auflage. ISBN 3-440-10114-2, 429 S.
  • Bösenberg W. (1899): Die Spinnen der Rheinprovinz. Verh. Nat. Ver. Rheinl. Westf. (Stuttgart) 56, S. 69–131.
  • Nentwig W., T. Blick, D. Gloor, A. Hänggi & C. Kropf (2017): Araneae, Spinnen Europas (Bestimmungsschlüssel) Version 02.2017. Universität Bern.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2016): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 17.5, abgerufen am 2016-12-19.

Quellen der Nachweise und Checklisten