Araneus nordmanni

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
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Araneus nordmanni (Thorell, 1870)
Bergfichten-Kreuzspinne
Araneus nordmanni w KAakra.jpg
Weibchen (Zeichnung)
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Araneidae (Radnetzspinnen)
Gattung: Araneus (Echte Kreuzspinnen)
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:015063
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten R
[CZ] Tschechien CR
[D] Deutschlandes??=R
[D] Bayern R
[D] Bayern Av/A R
[D] Bayern OG R
[D] Niedersachsen 0
[D] Niedersachsen (H) 0
[NO] Norwegen LC
[SK] Slowakei E

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 8,5 bis 10,5 mm, Männchen 7,5 mm (Heimer & Nentwig 1991).

Prosoma braun, Augenregion aufgehellt. Chelizeren braun. Opisthosoma dunkel graubraun-schwarz mit hellgrauen Flecken. Höcker flach, an der breitesten Stelle. Sternum dunkelbraun-schwarz. Beine braun, undeutlich geringelt. Epigyne mit breitem, grob gerunzeltem Scapus. (Heimer & Nentwig 1991)

Lebensraum

Vermutlich in Baumkronen der Mittelgebirgswälder (Heimer & Nentwig 1991). Die Art ist in Deutschland nur von sehr wenigen Fundpunkten bekannt (Arachnologische Gesellschaft 2020). Alle Exemplare die Wiehle (1931) aus Mitteldeutschland bekannt waren, stammten von Fichten der Mittelgebirgswäldern aus Höhen von 600–800 m (Wiehle 1931). Inzwischen wurde die Art auch in den Nordalpen (Allgäu) nachgewiesen (Muster 2001). Aus den Österreichischen Alpen aus Fichtenwald in höheren Lagen bekannt (Komposch 2000).

Nachweise dieser höchst selten nachgewiesenen Art sollten stets publiziert werden, um ein besseres Bild von den Habitatansprüchen und der Verbreitung zu bekommen.

Verbreitung

Von Europa über Russland bis nach Korea und Japan. Ebenfalls in Nordamerika verbreitet. (World Spider Catalog 2020) Hauptverbreitungsgebiet in Europa in den skandinavischen Ländern (Wiehle 1931). Fehlt in Westeuropa.

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Arachnologische Gesellschaft (2020): Atlas der Spinnentiere Europas.
  • Heimer S & Nentwig W (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. ISBN 3-489-53534-0, 543 S.
  • Komposch C (2000): Bemerkenswerte Spinnen aus Südost-Österreich I (Arachnida: Araneae). Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, Austria. Carinthia 190/110, S. 343–380.
  • Muster C (2001): Biogeographie von Spinnentieren der mittleren Nordalpen (Arachnida: Araneae, Opiliones, Pseudoscorpiones). Verhandlungen des naturwissenschaftlichen Vereins Hamburg 39, 5-196.
  • Wiehle H (1931): Spinnentiere oder Arachnoidea. 27. Familie. Araneidae. Die Tierwelt Deutschlands 23, S. 47–136.
  • World Spider Catalog (2020): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 21.0, abgerufen am 2020-06-8, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise und Checklisten