Alopecosa taeniata

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Alopecosa taeniata (C. L. Koch, 1835)
Mittelgebirgs-Scheintarantel
Taeniata Rennsteig 08-08 02.jpg
subadultes Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Lycosidae (Wolfspinnen)
Gattung: Alopecosa (Scheintaranteln)
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:017508
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[D] Deutschlandmh===*
[D] Baden-Württemberg D
[NO] Norwegen LC

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 7,4 bis 11,8 mm, Männchen 7,6 bis 10,6 mm (Almquist 2005).

Pro- und Opisthosoma dunkel braun mit weißlichem Mittelband. Prosoma mit schmalen, hellen Seitenstreifen, die stark verwaschen sein können. Opisthosoma mit deutlichem, graubraunen, dunkel gerandeten Herzmal. Dahinter wird das helle Mittelband von weißen Querlinien gekreuzt, welche die hellen Flecken rechts und links des Mittelbandes verbinden. Die Beine sind bei Jungtieren gelblich, distal dunkler und an den Femora dunkel gezeichnet. Bei erwachsenen Tieren sind auch die Beine dunkelbraun. Tarsus und Metatarsus bleiben etwas heller.

Männchen

Die Männchen sind kontrastreicher gefärbt und klarer gezeichnet. Das Prosoma ist schwärzlich, die Seitenstreifen fehlen. Die dunkle Oberseite des Opisthosomas ist seitlich scharf zur hellen Unterseite abgegrenzt. Die Beine der Männchen sind hell gelblich, nur die Femora der vorderen beiden Beinpaare sind deutlich dunkler (fast schwarz).

Ähnliche Arten

Alopecosa taeniata gehört mit A. pulverulenta, A. cuneata und A. aculeata in eine Gruppe von Arten, die sich sowohl äußerlich als auch genital sehr ähnlich sehen.

Typisch für Alopecosa taeniata sind die weißen Querlinien im hinteren Teil des hellen Opisthosoma-Mittelbandes.

Lebensraum

In alpinen Zirbelwäldern (Rief & Ballini 2017). Im Mittelgebirge in Wäldern, v. a. in Nadelwäldern.

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2015).

In Deutschland fast ausschließlich in den Mittelgebirgen gefunden. Dort aber meist sehr abundant (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise und Checklisten