Klopfschirm
Ein Klopfschirm (engl.: beating tray) ist ein Hilfsmittel zum Fangen von Spinnen (und ggf. anderen Tiergruppen) welche auf Zweigen sitzen, bzw. dort ihr Netz aufgespannt haben.
Aufbau
Es gibt unterschiedliche Bauarten von Klopfschirmen. Im simpelsten Fall benutzt man einfach einen hellfarbenen umgedrehten Regenschirm. Im Biologiefachhandel kann man speziellere Bauformen erwerben.
Anwendung
Das Arbeiten mit dem Klopfschirm macht sich den Umstand zu Nutze, dass Arthropoden, zu denen auch die Spinnen zählen, sich bei Störung fallen lassen. Das heißt, man schlägt z. B. mit einem Knüppel in geeigneter Intensität auf Zweige eines Baumes oder Gebüschs und hält gleichzeitig den Klopfschirm unter den betreffenden Zweig. Die Tiere fallen dort hinein und müsse dort abgesammelt werden.
Einige Tierarten laufen sehr schnell vom Klopfschirm herunter, aber meist gehört es zur Strategie nach dem Fallenlassen, unbewegt liegen zu bleiben. Einige Arten bleiben lange unbeweglich liegen (z. B. solche der Gattung Ero), andere fangen sehr rasch an, schnell zu laufen (z.B. Arten der Gattungen Anyphaena, Clubiona, Philodromus und Tieren der Ordnung Opiliones). Es erfordert daher etwas Erfahrung, das richtige Timing zwischen Klopfen und Sammeln zu finden.
Sammelergebnis
Mit einem Klopfschirm werden Spinnen gefangen, die sich auf erreichbaren Zweigen aufhalten. Zur Erfassung von Arten höherer Straten oder gar der bislang wenig untersuchten Kronenregionen der Bäume, braucht man einen Kran oder ähnliches. In dem Falle können auch hohere Straten mit dem Klopfschirm beprobt werden. Im Regelfall beschränkt ich der Fangradius unter Verwendung des Klopfschirms auf Zweige die man erreiche kann, wenn man sich auf dem Boden bewegt; also einer Höhe von etwa 2 m bis 0 m.