Heteropoda venatoria

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Heteropoda venatoria (Linnaeus, 1767)
Warmhaus-Riesenkrabbenspinne
Het-venatoria-female1.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Sparassidae (Riesenkrabbenspinnen)
Gattung: Heteropoda (Echte Riesenkrabbenspinnen)
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:028988
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschland nb
[D] Berlin nb
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp. nb

Merkmale

Körperlänge: 17 bis 34 mm (Weibchen) bzw. 21 mm (Männchen) (Nentwig et al. 2012).

Sehr große, kräftige Spinne mit langen Beinen. Beinpaar II deutlich länger als andere Beinpaare. Alle Beine an den Coxen leicht nach vorne eingedreht.

Grundfarbe braun, mit sehr variabler Zeichnung. So ist auf dem Opisthosoma oftmals eine Reihe von dunklen Winkelflecken vorhanden, welche aber auch fehlen kann.

Beine dorsal mit dunkler, proximaler Fleckung.

Lebensraum

In Mitteleuropa langfristig nur in Warmhäusern überlebensfähig, tritt aber mitunter in Lagerhäusern auf (Nentwig et al. 2012).

Verbreitung

Ursprünglich Südostasien, heute durch Verschleppung Kosmopolit (Nentwig et al. 2012).

Lebensweise

Beutefang

Heteropoda venatoria ist sehr schnell und ungemein wendig. Tagsüber versteckt sie sich in Ritzen und Spalten und wird erst bei Dunkelheit aktiv. In den Tropen dringt sie regelmäßig in Häuser ein und erbeutet häufig Küchenschaben und andere Schädlinge (Nentwig et al. 2012).

Trotz der allgemeinen Annahme, das Vertreter der Sparassidae zu den Laufjägern gehören, also die Umgebung aktiv nach Beute absuchen, gibt Jäger (2000) an, dass Heteropoda venatoria mehrmals über lange Zeit auf einem bestimmten Ansitz beobachtet wurde. Eventuell lauerte sie dort auf Beute. In China konnten Vertreter der Unterfamilie, zu der Heteropoda venatoria gehört, konkret dabei beobachtet werden. (Jäger & P. 2000)

Fortpflanzung

Das Weibchen baut unter Laborbedingungen im Anschluss an die Paarung nach ungefähr 12–14 Tagen einen flachen, linsenförmigen Eikokon von ca. 20–30 mm Größe (Nentwig et al. 2012), den sie bis zum Schlupf in den Pedipalpen mit sich herumträgt. Während dieser Zeit frisst das Weibchen in der Regel nicht. Die Anzahl der im Kokon enthaltenen Eier ist sehr variabel, es können aber über 400 sein. (Ross & J. 1982)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise