Dysdera erythrina

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
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Dysdera erythrina (Walckenaer, 1802)
Rote Sechsaugenspinne (Buchholz et al. 2010)
Erythrina Weimar 07-06 01.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Dysderidae (Sechsaugenspinnen)
Gattung: Dysdera (Asselfresser)
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:004709
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien ES
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinex 0
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württembergsh *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) 3
[D] Nordrhein-Westfalenh===*
[D] Schleswig-Holstein????D
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Dysdera cambridgei

Merkmale

Körperlänge: Weibchen werden 9 bis 10 mm groß, Männchen 7 bis 8 mm (Roberts 1996) (Cheliceren werden nicht mitgemessen). Dysdera erythrina ist damit kleiner als D. crocata und weist auch keine dorsalen Stacheln am Femur IV auf. (Roberts 1996)

Prosoma und Cheliceren orange bis dunkel rotbraun; Opisthosoma gräulich oder gelblich; Beine gelblich bis orangebraun.

Die Männchen unterscheiden sich in Körperbau und -färbung nicht wesentlich von den Weibchen. Jungtiere sind noch orange gefärbt

Verbreitung

Sie ist von Europa bis Georgien verbreitet (World Spider Catalog 2020).

In Deutschland vor allem in der Mitte und im Westen relativ häufig, in Norddeutschland bisher nicht nachgewiesen (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Lebensraum

Dysdera erythrina lebt unter Steinen in trockenen Laubwäldern, Kiefernwäldern und in den Übergangsbereichen zu Trockenhängen. Auch in semiurbaner Umgebung (z.B. Gartenanlagen, Bauruinen) wird sie gefunden. Meidet die Ebene (Nentwig et al. 2012).

Lebensweise

Die Art ernährt sich auch von schwer zu erbeutenden Asseln. Siehe hierzu Gattungsartikel Dysdera.

Zur Eiablage spinnen sich die Weibchen zusammen mit ihren Eiern in einen rundum geschlossenen, dichten Gespinstsack ein. Adulte Tiere leben mehrere Jahre. (Bellmann 2010).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise