Bodenfalle

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
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Aufbau

Bodenfalle drolshagen.jpg

Die Bodenfalle nach Barber (Barber & H. S. 1931) (Barberfalle genannt) besteht aus einem ebenerdig eingegrabenen Glas, welches zu einem Drittel mit einer Tötungs- und Konservierungsflüssigkeit aufgefüllt ist. Zum Schutz vor Regen, bzw. dem Hineingeraten kleiner Wirbeltiere wird die Bodenfalle mit einem festen Dach oder einem Maschendraht abgedeckt.

Für Tötungs- und Konservierungsflüssigkeiten gibt es verschiedene Rezepturen. Die bekannteste ist sicherlich die Rennerlösung (Renner & K. 1980), welche aus 40% Ethanol, 20% Glyzerin, 10% Essigsäure und 30% Wasser besteht.

In Abwandlung des Konzeptes von Barber können Bodenfallen auch ohne Fangflüssigkeit eingesetzt werden. In dem Fall ist es ratsam etwas Laub oder Papier in die Falle zu legen, damit gefangene Tiere sich darin verstecken können.

Befund

Es gelangen ausschließlich laufaktive epigäische Arthropoden in die Bodenfallen (Finch 2001).

Bei Spinnen findet die Laufaktivität vor allem während der Paarungszeit, der Suche nach Eiablageplätzen, der Suche nach geeigneten Mikroklimaten, sowie während der Verbreitungswanderung statt. (Finch 2001) Frei auf dem Boden jagende Arten, wie beispielsweise Lycosidae geraten über die genannten Umstände hinaus während des Beutefangs in Bodenfallen. Vor allem aber auch nachtaktive Arten, die man tagsüber nicht ohne weiteres zu Gesicht bekommt.

Einsatz

Für sporadische Stichproben sind Bodenfallen nicht geeignet, da diese über einen längeren Zeitraum (üblich sind 14 Tage) exponiert werden müssen, bevor die auf diese Weise erfassten Tiere ausgewertet werden können.

Quellen

  • Barber, H. S. (1931): Traps for cave-inhabiting insects. J. Elisha Mitchell Sci. Soc. 46, 259–266.
  • Finch OD (2001): Zönologische und parasitologische Untersuchungen an Spinnen (Arachnida, Araneae) niedersächsischer Waldstandorte. Martina Galunder-Verlag, Nümbrecht. ISBN 3-931251-70-5, 199 S.
  • Renner, K. (1980): Faunistisch-ökologische Untersuchugen der Käferfauna pflanzensoziologisch unterschiedlicher Biotope im Evessel-Bruch bei Bielefeld-Sennstedt. Ber. Naturw. Ver. Bielefeld Sonderheft 2, 145–176.