Paratrachelas maculatus: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
Zur Navigation springenZur Suche springen
(Weblinks)
Zeile 54: Zeile 54:
==Weblinks==
==Weblinks==
{{Weblinks}}
{{Weblinks}}
===Weitere Links===
*{{Lit Nentwig et al 2003 Spinnen Mitteleuropas}}


==Quellen==
==Quellen==

Version vom 18. Oktober 2017, 17:43 Uhr

Paratrachelas maculatus (Thorell, 1875)
Holzschleicher
Paratrachelas-maculatus AT-Wien 11-02 03.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Trachelidae (Glattbeinspinnen)
Gattung: Paratrachelas (Holzglattbeine)
Reifezeit (Kovblyuk & Nadolny 2009)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:025520
Gefährdung nach Roter Liste
Rote Liste-Daten liegen uns für dieses Taxon nicht vor.
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Trachelas flavipes
  • Trachelas maculatus

Merkmale

Körperlänge: Weibchen um 4,8 mm, Männchen um 3,1 mm (Kovblyuk & Nadolny 2009).

Männchen

Prosoma hell kastanienbraun und mit kleinen, jedoch deutlich eingesenkten Gruben. Cephaler Bereich etwas breiter als 2/3 des Carapax. Augen der vorderen Augenreihe relativ gleich groß und mit gleichem Abstand voneinander. Augen der hinteren Augenreihe ebenfalls relativ gleich groß und jeweils ungefähr zwei Augendurchmesser voneinander getrennt. Chelizeren ebenfalls kastanienbraun und mit runzeliger Oberfläche. Basaler Bereich fast horizontal vorgewölbt. Sternum kastanienbraun und leicht gekörnt. Opisthosoma grau mit zwei großen unregelmäßigen hellen Flecken im vorderen Bereich, dahinter zwei quer verlaufende und mittig sitzende helle Flecken. Beine stachellos und orange, Femora der vorderen Beinpaare verdunkelt. Tibia und Metatarsus ventral mit kleinen Spitzen. Erstes Beinpaar am längsten. (Bosselaers et al. 2009)

Pedipalpus mit langer und spitzer, dorsal gekrümmter Tibialapophyse (Bosselaers et al. 2009).

Weibchen

Insgesamt gefärbt und gezeichnet wie das Männchen, jedoch Chelizeren weniger stark nach vorne gewölbt und hintere Augenreihe nur mit anderthalbfachen Augendurchmesser voneinander entfernt. Sternum mit weniger Einsenkungen, orange und am Rand stark sklerotisiert. Beinpaar 4 am längsten. Auf dem Opisthosoma findet man hinter den grauen Flecken noch eine Reihe von hellen Dreiecken. (Bosselaers et al. 2009)

Epigyne mit tiefer rundlicher Einsenkung im anterioren Bereich (Bosselaers et al. 2009).

Lebensraum

Auf der Krim (Ukraine) wurde die Art in sehr unterschiedlichen Lebensräumen nachgewiesen. Man fand sie sowohl unter der Rinde von Bäumen wie auch mithilfe von Bodenfallen in submediterranen Gebieten im Süden sowie von submontanen und montanen Baumsteppen im Norden (Kovblyuk & Nadolny 2009). Jedoch wurde die Art von den selben Autoren auch in dortigen Nutzholzplantagen (Bambus-, Ulmen- und Nadelwälder) mit beiden Methoden nachgewiesen.

Der einzige Nachweis aus Frankreich stammt aus einem Park in Paris (Bosselaers et al. 2009), in Slowenien (Kuntner 1997), Deutschland sowie Österreich wurde die Art in Häusern gefunden (Bauer & Grabolle 2012). In Venedig (Italien) fand man die Art auf urbanen Grünflächen (Hansen 1996).

Verbreitung

Die Verbreitung der Art ist unzureichend charakterisiert. Die Art wurde von der Krim (Ukraine) beschrieben (Thorell 1875) und ist aus Bulgarien, Ungarn, Kroatien und von den Balearischen Inseln bekannt. Neuere Nachweise stammen aus Slowenien (Kuntner 1997), Italien (Hansen 1996), der Türkei (Özkütük RS et al. 2011), Deutschland sowie Österreich (Bauer & Grabolle 2012) und Frankreich (Bosselaers et al. 2009).

Um den Verbreitungsstatus der Art weiter aufzuklären, sollte jeder zukünftige Fund publiziert werden.

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise